Torsten Ilg

Köln ist pleite! AfD bezweifelt die Umsetzung des Ratsbeschlusses zum Neubau des Bezirksrathauses von Rodenkirchen.

(Köln/Rodenkirchen) Bei einer Sondersitzung der Bezirksvertretung am 26. 03.2015, hat AfD-Vertreter Torsten Ilg sowohl den Rat der Stadt Köln, als auch die Verwaltung scharf kritisiert: „ Es bleibt mir nach wie vor ein Rätsel, woher das Geld zum Neubau unseres Bezirksrathauses kommen soll“, fragt Ilg während der Sitzung und konkretisiert: „Finanzielle Rücklagen hat das hoch verschuldete Köln hierfür nicht gebildet, obwohl der Ratsbeschluss zum Neubau bereits vor Jahren gefällt wurde. Das ist unseriös. Aufgrund der desolaten Haushaltssituation sehe ich nach wie vor die Gefahr, dass am Ende aufgrund fehlender Finanzmittel gar kein Rathaus mehr am alten Standort umgesetzt wird und die Bürger von Rodenkirchen betrogen werden.“ Die AfD kritisiert auch andere teure Großprojekte in Köln, wie z.B. den geplanten Bau des Jüdischen Museums auf dem Rathausplatz. - 

 Torsten Ilg unterstütze einen Antrag, der die neuerliche Prüfung einer Sanierung zum Inhalt hatte. Der Vorstoß scheiterte knapp. Auch wurde seitens des Bezirksbürgermeisters und der anderen Parteien Ilg´s Vorschlag kategorisch abgelehnt, erneut private Investorenmodelle beim geplanten Neubau des Bezirksrathauses, zumindest in Erwägung zu ziehen. Die Bezirksvertretung lehnte es auch mit der Stimme des AfD-Vertreters ab, sich bezüglich des Auszugs aus dem Gebäude unter Druck setzen zu lassen. Dennoch betonte Ilg, dass ihm die Sicherheit und das Wohlergehen der Verwaltungsmitarbeiter sehr am Herzen lägen, er allerdings auch den sorgsamen Umgang mit Steuermitteln im Blick habe. Die langjährige Anmietung eines Ausweichquartiers, sowie dessen Umbau, wird einen hohen Millionenbetrag verschlingen. Der von der Verwaltung derzeit favorisierte Ersatz-Standort „Emil Hoffmann Straße“, befindet sich in einem abgelegenen Industriegebiet am Hahnwald. Hier sieht Torsten Ilg eine massive Benachteiligung der Bürgerinnen und Bürger aus dem Norden. Die öffentliche Anbindung des Ausweichquartiers ist für die mehr als 32000 Menschen aus Zollstock, Raderberg und Raderthal nur sehr umständlich und nicht barrierefrei per Bus möglich. "Ein langjähriges Provisorium für ein Bezirksrathaus, das für mehr als 25% der Einwohner unseres Stadtbezirks nur schwer erreichbar ist, erachte ich als unzumutbar“ kritisiert Ilg. Bürgernähe sieht aus Sicht der AfD anders aus.

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