Informiert Euch über die Ursachen und Grundübel

Das Weltvernichtungsprojekt

Theorie

"Wir gehen davon aus, dass historisch zwei grundlegend verschiedene Gesellschaftsordnungen voneinander zu unterscheiden sind, eine matriarchale und eine patriarchale. Die ältere ist die matriarchale. Sie ist geprägt vom Mutter-Kind-Zusammenhang und somit eine mütterliche Ordnung (mater arché = am Anfang die Mutter), am Leben orientiert, egalitär, friedlich, kooperativ mit umgebender Natur, spirituell mit allem Sein in Himmel und Erde verbunden und um Ausgleich von Konflikten bemüht.
Der patriarchalen Ordnung geht eine Verwahrlosung der matriarchalen voraus, die u.a. durch Klimaveränderungen und dadurch ausgelöste “katastrophische Wanderungen” in Gang kommt. Es bilden sich Kriegerhorden, die matriarchale Gemeinschaften und schließlich Hochkulturen überfallen und erobern. Erst auf dieser Grundlage entsteht die patriarchale Ordnung (pater arché = am Anfang der Vater/Herrscher/Gott). Sie ist durch Krieg, Staatsbildung und Herrschaft als System, Religion (insbes. Monotheismus), die Unterwerfung der Frauen und ihrer Kultur, hierarchisch angeordnete soziale Klassen, Ausbeutung, Generationenkonflikte und ökologische Probleme gekennzeichnet.
Innerhalb von Patriarchaten leben Reste der matriarchalen Ordnung bis heute als “2. Kultur” weiter. Zurzeit existieren weltweit immer noch “lebende Matriarchate”. Die meisten sind erst durch Kolonisierung und Modernisierung zerstört worden.
Eine Periodisierung patriarchaler Entwicklung lässt erkennen, dass in der Neuzeit versucht wird, durch den “Fortschritt” in Naturwissenschaft, Technik und Ökonomie mit den Resten matriarchaler Ordnungen die im Patriarchat als störend empfundene Abhängigkeit von der Natur und den Frauen als Leben Schenkenden für immer zu überwinden. Utopisches Ziel ist das “reine” Patriarchat ohne matriarchale Restbezüge und unabhängig von der Natur.

Zur “Kritischen Patriarchatstheorie”

Die Entstehungsgeschichte der Kritischen Patriarchatstheorie umfasst bis heute ca. 35 Jahre. Sie ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen, permanenten, umfassenden und systematisch über das System hinausreichenden Umdenkens. Dieses Umdenken ist aus dem Unbehagen erwachsen, welches der krasse Widerspruch zwischen akademischen Theorien und realer Welt hervorrief.
Die “Verkehrung” der Welt musste erst als Systematik entdeckt werden, bevor sie in allen ihren Dimensionen erkennbar wurde, und dann ein Prozess der Reversion, des erneuten Vom-Kopf-auf-die-Füße Stellens der Erkenntnis begonnen werden konnte. Das ist der Grund, warum die Kritische Patriarchatstheorie nur als interdisziplinärer Ansatz entstehen konnte und dadurch auch ein neues weitgehendes und umfassendes Paradigma darstellt. Bei dieser interdisziplinären Suche entstand im Besonderen ein neuer, erweiterter und gleichzeitig konkret anwendbarer, historisch periodisierbarer Patriarchatsbegriff, zu dem vor allem die bis dahin vernachlässigte und danach wieder “vergessene” Kritik der modernen Technik der 1970 und 1980er Jahre und daran anschließend eine kritische Technikgeschichte des Patriarchats anhand des Begriffs der “Alchemie” führten. Diese Forschungen ermöglichten es, das Patriarchat als eine religiös motivierte, utopische “Schöpfung aus Zerstörung” zu definieren, die sich an die Stelle der Hervorbringungen von Müttern und “Mutter Natur” zu setzen bestrebt ist und dabei, insbesondere in der verallgemeinerten Form des modernen “Fortschritts”, weit über ein bloßes Herrschafts- auch zu einem Weltvernichtungs-Projekt geworden ist."

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