Amnesty Aktion: Gegen eine jederzeit drohende Hinrichtung von Kurde Saman Naseem!

Diese Amnesty Aktion ist gegen eine Hinrichtung von damals minderjährigen Kurde Saman Naseem die jederzeit durchgeführt werden könnte! Hier ein Auszug von Amnesty:

Der Kurde Saman Naseem könnte jederzeit im Iran hingerichtet werden. Er war wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an bewaffneten Angriffen gegen staatliche Stellen und der Tötung eines Angehörigen der Revolutionsgarden zum Tode verurteilt worden. Zum Tatzeitpunkt war er noch minderjährig.

Der 21-jährige Saman Naseem gehört der kurdischen Minderheit im Iran an. Er war im April 2013 von einem Strafgericht in Mahabad in der Provinz West-Aserbaidschan wegen "Feindschaft zu Gott" (moharebeh) und "Verdorbenheit auf Erden" (ifsad fil-arz) zum Tode verurteilt worden. Grund waren seine Mitgliedschaft in der bewaffneten kurdischen Oppositionsgruppe "Partei für ein Freies Leben in Kurdistan" (PJAK) und seine Teilnahme an bewaffneten Auseinandersetzungen mit den Revolutionsgarden. Das gegen ihn verhängte Todesurteil wurde im Dezember 2013 durch den Obersten Gerichtshof des Iran bestätigt und ist nun an die Behörde zur Vollstreckung von Strafen weitergeleitet worden.

Saman Naseem war ursprünglich im Januar 2012 vor dem Revolutionsgericht in Mahabad zum Tode verurteilt worden. Dieses Urteil wurde jedoch im August 2012 durch den Obersten Gerichtshof aufgehoben und sein Fall für eine Neuverhandlung an ein vorinstanzliches Gericht übergeben, da er zum Zeitpunkt der ihm zur Last gelegten Taten noch minderjährig, d. h. noch keine 18 Jahre alt war. Aus der Gerichtsakte geht hervor, dass Saman Naseem zu Beginn der Ermittlungen zugegeben haben soll, im Juli 2011 Schüsse in die Richtung der Revolutionsgarden abgegeben zu haben. Diese Aussage zog er allerdings in der ersten gerichtlichen Anhörung zurück und sagte stattdessen, er habe nur in die Luft geschossen. Zudem gab er an, sich des Inhalts der schriftlichen "Geständnisse" nicht bewusst gewesen zu sein, die er unter Zwang unterzeichnet hatte, da ihm während des gesamten Verhörs die Augen verbunden gewesen seien. Saman Naseem hatte zu Beginn der Ermittlungen keinen Zugang zu seinem Rechtsbeistand. Außerdem soll er gefoltert und anderweitig misshandelt worden sein.

Amnesty International lehnt die Todesstrafe ausnahmslos ab, unabhängig von der Art oder den Umständen der Straftat, der Schuld, Unschuld oder anderen Eigenschaften der Straftäter_innen und der angewendeten Hinrichtungsart. Sie verstößt gegen das Recht auf Leben, das durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte garantiert wird, und stellt die grausamste, unmenschlichste und erniedrigendste Form von Strafe dar.

Hier ist der Link mit der E-mail und Appellaktion:

http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-234-2014/drohende-hinrichtung

Nehmt bitte der Aktion teil! Todesstrafe ist keine Alternative vor allem nicht von damals Minderjährige, das auch beim Völkerrecht verboten ist!

Patrick Steinhuber 94496 Ortenburg