54 Prozent sehen Bürger nicht ausreichend vor Kriminalität geschützt

Das Sicherheitsgefühl der Deutschen hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. 54 Prozent sind der Meinung, dass Bürger in Deutschland nicht ausreichend vor Kriminalität geschützt seien, berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag". Nur 43 Prozent fühlen sich sicher, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für "Bild am Sonntag" hervorgeht. Emnid befragte am 13. August 501 Personen. Vor einem Jahr fühlten sich noch 47 Prozent ausreichend geschützt, 48 Prozent verneinten dies. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) aller Befragten fordern jetzt, dass die Präsenz der Polizei in der Öffentlichkeit erhöht wird. 28 Prozent wollen das nicht. Zum 1. Juli 2015 waren in Deutschland rund 215.000 Mitarbeiter im Polizeivollzugsdienst beschäftigt. Das geht aus den Daten der Innenministerien aller Bundesländer hervor, die "Bild am Sonntag" ausgewertet hat. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte der "Bild am Sonntag": "Das Wichtigste ist eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verbrechen. Dazu gehört eine starke personelle und materielle Ausstattung unserer Polizei. Wir haben seit 2010 mehr als 6.600 Nachwuchsbeamte eingestellt und mit 40.000 Mitarbeitern den höchsten Personalstand aller Zeiten. Und: Wir bezahlen unsere Polizisten im Bundesvergleich am besten."