Kapitalmarkt – Geldpolitik, Verlustpotenzial und Brexit

Kapitalmarkt – Geldpolitik und ihr Verlustpotenzial

Die Normalisierung der US-amerikanischen Geldpolitik könnte noch auf sich warten lassen. Eines ist jedoch bereits jetzt sicher: Die überaus wichtige Frage, wann denn nun die FED die nächste Zinserhöhung vollziehen wird, wird von einer weiteren in den Schatten gestellt. Wie hoch werden die Verluste am US-amerikanischen Kapitalmarkt durch die Normalisierung des Zinsniveaus ausfallen?

Festzuhalten bleibt jedenfalls: Die FED-Inaktivität ist auf die hohe US-Verschuldung zurückzuführen. Die Finanzkrise hat für eine ganze Reihe von Fehlallokationen am US-Kapitalmarkt gesorgt. Eine Rückkehr zum normalen geldpolischen Ton in diesem Umfeld wird eine Lawine von ernsten Pleiten mit vielen Kollateralschäden für das US-amerikanische Wirtschaftsleben nach sich ziehen.

Vorsichtige Schätzungen zum gegenwärtigen Zeitpunkt:

Eine Normalisierung der Marktzinsen mittels der Anhebung um einen ganzen Prozentpunkt würde den US-Kapitalmarkt etwa 2.4 Billionen US-Dollar kosten. Die Tiefzinspolitik hat am Kapitalmarkt, auch dem internationalen, einen explosiven Mix entstehen lassen, der eine Rückkehr weitgehend verhindert. Diese Straße ins geldpolitische Nirgendwo wird eines Tages enden. Mit ihr auch das jetzige Finanzsystem?

Finance – Moody's senkt das Rating von Aaa auf Aa1 – Brexit möglich?

Der Blick nach Europa: Die US-Ratingagentur Moody's hat das skandinavische Land Finnland von der Note Aaa auf gegenwärtige Aa1 gesenkt. Offizielle Quellen sprachen von einem stabilen Ausblick, wiesen aber auf mögliche konjunkturelle Herausforderungen hin, mit denen sich die Finnen konfrontiert sehen.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar. Den kompletten Bericht sowie weitere Publikationen können Sie im unabhängigen Blog sichten.

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