Maddin Schulz

Wurde wegen besonders schlechter Noten nicht zum Abitur zugelassen. Gut, das kann passieren, aber doch nicht in Nordrhein-Westfalen! Als junger Mann war er vorübergehend Alkoholiker. Auch das kann passieren.

Schulz wiederholte u.a. ständig, die Europäische Union sei das beste Instrument zur Bekämpfung der „Dämonen des 20. Jahrhunderts“ wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.

Wenn er das als "Dämonen" des 20.Jahrhunderts betrachtet (und nichts anderes daneben erwähnt), darf das allerdings nicht passieren. Glauben Politiker tatsächlich, dass die Grundübel unserer Zeit in den vagen Begriffen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus im Wesentlichen zusammenzufassen sind? 

Wirken da nicht ganz andere Mächte, die diese "Dämonen" erst ( quasi "nebenbei") gebären? Und die er explizit - wie fast alle Politiker und Ökonomen- nicht erwähnt? Wird man etwa als "Rassist" geboren? Man wird in der Regel nicht mal dazu erzogen, sondern sucht entweder einen Schuldigen oder will "unter sich" bleiben und sein "Revier" und die "Fleischtöpfe" verteidigen. Das ist aber noch nicht einmal "Rassismus" im eigentlichen Sinne. Gerade innerhalb Europas spielen "Rassismus" und "Antisemitismus" (auch Araber sind Semiten) eher eine untergeordnete Rolle im Vergleich etwa zu den USA. Auch wird eine gewisse Skepsis ("drum prüfe, wer sich ewig bindet") gerne und vorschnell als "Fremdenhass" deklariert. Sind Australier, Neuseeländer und Kanadier etwa "Fremdenhasser", weil sie eine selektive Einwanderungspolitik betreiben und nicht jeden hereinlassen? Wo gibt es denn so etwas, dass man jemanden "hasst", nur weil er "fremd" ist? Möglicherweise noch in älteren Filmen (etwa "Deliverance" - und dort sogar gegen einheimische Städter). 

Aber ich lasse es genug sein. Wahrscheinlich wissen die meisten Politiker im Grunde auch ganz genau, welcher Art die wirklichen "Dämonen" des 20. Jahrhunderts sind.

Der größte und bösartigste Dämon erscheint in Form der in den Himmel ragenden, bereits architektonisch Hybris und Allmacht verheißenden Banken und des Geldsystems.

Der zweite Dämon ist die exponentiell und schwindelerregend fortschreitende Entwicklung der Technik, der weder der individuelle Geist noch die geknechtete Seele irgend etwas entgegenzusetzen haben. Am wenigsten Orientierung an dem, was der eigentlichen Aufgabe und Würde des Menschen entspricht. Die ging verloren. Es passierte schlichtweg "zu schnell".

Der dritte Dämon erscheint als zweites Haupt des ersten: Die sich permanent und Unheil verheißende, ständig schneller spreizende Schere zwischen Arm und Reich.

Der vierte entspricht der unglaublichen und unvorstellbaren destruktiven Kraft nuklearer, biologischer und chemischer Waffen.

Der Vater all dieser Dämonen ist das alles verschlingende, geistig-patriarchale Weltbild, das seit gut 5000 Jahren die Erde in ein Schlachtfeld verwandelt und nun seinem finalen Armageddon entgegen strebt.