China: Geköpfte Kobra beißt Koch zu Tode

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Wenn eine Kobra ihren Kopf verliert, kann sie trotzdem noch beißen – mit tödlichen Folgen.


Schock in einem chinesischen Restaurant: Der Koch Peng Fan wollte eine Kobra als Suppe zubereiten und eigentlich war die Schlange schon seit 20 Minuten tot. Doch ihr Kopf lebte offenbar noch lange genug weiter, um dem ahnungslosen Küchenchef im letzten Atemzug ihre Giftzähne in die Hand zu rammen, als dieser den Schlangenkopf im Müll entsorgen wollte. Dies berichtet der britische "Mirror".

Die Restaurantbesucher genossen friedlich ihre Mahlzeiten, da hörten sie plötzlich markerschütternde Schreie aus der Küche. Der Gast Lin Sun erinnert sich: "Wir saßen gerade im Lokal und feierten den Geburtstag meiner Frau. Und plötzlich brach Chaos aus." Laute Hilferufe nach einem Arzt erfüllten den Raum, doch jede medizinische Hilfe kam zu spät. Der Koch erlag an der Unfallstelle dem Biss der Kobra, noch bevor er das lebensrettende Gegengift bekommen konnte.

Der Schlangenexperte Yang Hong-Chang, der sich schon seit 40 Jahren mit der Erforschung der Kobra beschäftigt, erklärt dem "Mirror", dass Reptilien noch bis zu einer Stunde weiterleben können, nachdem sie Teile ihres Körpers verloren haben. Er erläutert: "Es ist sehr gut möglich, dass die Kobra noch am Leben war und Herrn Peng in die Hand gebissen hat. Wenn eine Schlange ihren Kopf verliert, ist sie eigentlich tot und grundlegende Körperfunktionen sind außer Kraft gesetzt. Aber es bleiben noch die Reflexe." Dazu gehören dem Experten zufolge auch Beißreflexe und die Fähigkeit, noch Gift abzugeben.

Die Polizei meint zu dem Unglück, es sei ein sehr ungewöhnlicher Fall. Es sieht so aus, als habe der arme Koch einfach großes Pech gehabt. Der Arzt konnte nichts mehr für ihn tun.