Weltreisender Reiseberichte

Expedition in den Dschungel Panamas

Von einem Ozean zum anderen. Vasco Núñez de Balboa war der erste Spanier, der (im heutigen Panama) am 1. September 1513 mit dem Marsch begann, weil ihm Einheimische erzählten, dass es einen "zweiten Ozean" gäbe. Balboa hatte allerdings aus Unwissenheit nicht den kürzesten Weg gewählt und dadurch den gefährlichen Weg um einige Tage verlängert. Zusammen mit hunderten von Indios als Lastenträgern und zahlreichen Bluthunden machten sie sich auf den Weg.

Er hinterliess eine Spur der Verwüstung bei Land und Leuten und kassierte Tausende Unzen Gold von den Indios....

Die Geschichte der Südsee

Was der Spanier nach wochenlangem Fussmarsch erblickte, nannte er »Mar del Sur«, »Südsee«. Seine Entdeckung führte zur weiteren Erkundung und Besiedlung Südamerikas.

Es war ein höllischer Weg. Von Anfang an mussten sie sich mit Schwert und Axt einen Weg durch den Dschungel bahnen. Immer wieder wurden sie von Eingeborenen überfallen. Hinzu kamen die Hitze, orkanartige Regengüsse und Millionen von Stechmücken. Der Weg ging durch Sümpfe mit Alligatoren und Schlangen. Der Boden war übersät von Zecken, Skorpionen, Tausendfüßlern und Ameisen. Auf selbst gezimmerten Flößen wurden die Flüsse überquert.

Viele Soldaten wurden krank und schwach. Núñez de Balboa ordnete an, dass alle Fieberkranken und Schwachen zurückbleiben sollten. Als die Expedition einmal wegen einer Felswand ein Stück zurückgehen musste, fand man von den zurückgelassenen Kranken nur noch wenige, von Ameisen übersäte Reste. Nachdem man dies gesehen hatte, wurden die Kranken sofort getötet, um ihnen diese schauerlichen Qualen zu ersparen. Aber Núñez de Balboa war auch grausam zu den Eingeborenen. Einmal ließ er eine Anzahl wehrloser Gefangener von Bluthunden zerfleischen.

Nach drei Wochen waren von den 190 Soldaten nur noch 69 übrig geblieben. Dann kamen sie an den Berg, von dessen Gipfel man den großen See sehen sollte. In diesem Augenblick befahl Núñez de Balboa der Mannschaft stehen zu bleiben. Keiner sollte ihm folgen, denn diesen ersten Blick auf den unbekannten Ozean wollte er mit keinem teilen. Allein und einzig wollte er für ewige Zeit der erste Spanier, der erste Europäer, der erste Christ gewesen sein und bleiben, der den neuen Ozean erblickte. Am 25. September 1513, vormittags um elf Uhr, sah er schließlich als erster Weißer den Pazifik.

Nachdem er sich lange das Meer angesehen hatte, rief er seine Kameraden herbei, um seine Freude und seinen Stolz zu teilen. Danach ging die Gruppe den Berg hinab und vier Tage später ging Núñez de Balboa an der Mündung des Sabanflusses einige Schritte ins Meer und nahm, als er salziges Weltmeerwasser feststellte, das mar del sur (Südmeer) für seinen König in Besitz. Die Spanier fanden Gold und Perlen an der Küste. Alle Taschen und Säcke wurden mit diesen Kostbarkeiten vollgestopft und man machte sich auf den Rückweg. Ein Eingeborener erzählte Núñez de Balboa von einem weiteren Land namens Biru im Süden mit unermesslichen Schätzen, die erste Kunde des sagenhaften Inka-Reiches in Peru.

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