Das Verschweigen des Friedensmarsches der orthodoxen Kirchen in der Ukraine

Das Verschweigen des Friedensmarsches der orthodoxen Kirchen in der Ukraine ist einer der ungeheuerlichsten Vorfälle der letzten Tage. Wenn nicht gar Wochen. Hier entlarven sich öffentlich-rechtliche Staats- und Kriegspropaganda und konzerngesteuerte Lügenpresse erneut in einem Ausmaß, dass einem als Bürger nur schwindelig wird. Man kann Ekel und Abscheu kaum noch in Worte fassen.

Ich hoffe sehr, dass sich Klinkhammer und Bräutigam dem öffentlich-rechtlichen Teil dieses journalistischen Totalausfalls annehmen werden. Dieser Fall ist erneut ein besonders hervorstechendes Ereignis und zeigt eindrucksvoll die selektive Berichterstattung: Gesendet wird nur, was die eigene Propaganda nicht unterläuft. Und auch nur, wenn es die vom transatlantischen Bruder gewollten Konflikte nicht entschärft. Denn tausende Bürger aus allen Teilen der Ukraine und sämtlichen gesellschaftlichen Schichten kann die Lügenpresse nicht mehr alle als Putin-Trolle diffamieren.

Als eine handvoll Faschisten den Maidan umgekrempelt hat, gab es auf allen Kanälen eine Standleitung nach Kiew und Euromaidan-Zujublerin Golineh Atai konnte ungestört alle Propagandaregister ziehen. Aber jetzt, wo die Zivilgesellschaft im ganzen Land aufsteht? Schweigen!
Und das zurecht, denn die transatlantischen Kriegstreiber und ihre Lautsprecher haben jetzt ein massives Problem: Sie können ja nicht auf diese Leute schießen lassen, ohne endgültig das Gesicht zu verlieren. Ein weiteres Odessa und die Putsch-Regierung samt Rechter Sektor bekommen es über Nacht mit 45 Millionen Einwohnern zu tun. Das wäre ein Signal an die Welt.

Was sich gerade in der Ukraine abspielt, könnte möglicherweise entscheidend sein und vielleicht sogar die Putsch-Regierung aus dem Amt fegen. Gegen Ende des Monats, um den 27.07, sollen sämtliche Prozessionen ihre Endstation Kiew erreicht haben. Wenn sich dann noch Millionen Bürger aus der Hauptstadt anschließen und friedlich ein Ende des Mordens fordert, hat Poroschenko und seine Bande fertig.

Und da ein Friedensmarsch mit hunderttausenden Teilnehmern erst recht nicht im Interesse Washingtons ist, hat auch der transatlantische Wurmfortsatz in Deutschland gefälligst den Mund zu halten.
Und wie sich auch zeigt, was noch viel wichtiger ist: Es wird nicht nur die deutsche Friedensbewegung marginalisiert, sondern jedwede Bemühung der zivilgesellschaftlichen Friedensanstrengungen. Goebbels würde weinen vor Glück, wenn er noch miterleben könnte, was sich heute jeden Tag in ARD und ZDF abspielt.

Telepolis und RT Deutsch haben jeweils einen kleinen Artikel dazu verfasst:

http://www.heise.de/tp/artikel/48/48840/1.html

https://deutsch.rt.com/europa/39407-zehntausende-beteiligen-sich-an-kreuzprozession-in-ukraine/

Willy Wimmer meldet sich dazu ebenfalls zu Wort:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/willy-wimmer/willy-wimmer-riesiger-friedensmarsch-in-der-ukraine-zehntausende-pilger-demonstrieren-gegen-krieg.html

Wimmer for Bundespräsident. Er wäre es in diesen Zeiten wert, wie kaum ein Anderer in diesem Land.