Reisebericht

Great Ocean Road – imposante Küstenstraße im Südosten Australiens

Ich dachte immer, Australien ist flach, staubig, trocken und uninteressant. Dieses Vorurteil musste ich schnell begraben. Noch reichlich vom Jetlag benommen und völlig begeistert, will ich heute unseren Australienbericht präsentieren.

Obwohl bei unserer Tuckelei Inlandsflüge eher angebracht gewesen wären, haben wir es trotzdem nicht bereut, die gesamte Distanz (8000 km) mit dem Auto bewältigt zu haben.

Nach den ersten interessanten Eindrücken erholten wir uns im Royal Nationalpark (Nähe Sydney) von den Strapazen des Fluges. Morgens vom Geschrei der Kakadus und den urwaldmäßigen Lauten der anderen Vögel, welche farbenfroher nicht sein konnten, geweckt, zog es uns nach Süden. Nachdem wir mit den Kakadus gefrühstückt hatten, düsten wir zur Great Ocean Road und den 12 Aposteln (imposante Felsformationen) bei Melbourne.

Im Allgemeinen ist über die Campgrounds nichts einzuwenden und Australien als Camperparadies zu bezeichnen, aber als Deutscher hat man eben wieder mal etwas auszusetzen. Und das wäre eigentlich bloß: liebe Australier schafft euch bitte Kochplatten an!!! Denn wenn man aus Europa kommt, darf man seine Kochausrüstung leider nicht einführen. Aber dafür gab es ja wenigstens tolle Barbecue-Plätze als Alternative. Wirklich, die Campgrounds sind schon okay. Man kann sich meistens den Stellplatz selber aussuchen und hat eine Menge Platz. Bei uns war kaum ein Zeltplatz weiter als 100 m vom Meer entfernt. Schöner geht’s kaum.

Beim Check in an der Rezeption wird man fast immer in ein längeres Gespräch verwickelt und neugierig ausgefragt. Wo man herkommt. Welche Route man bereist. Wie lange man schon unterwegs ist. Wie man Australien findet etc. In Deutschland interessiert das keine Sau!

Sehr nette Leute haben wir auf unserem Trip kennen gelernt. Sogar zum Bier wurden wir eingeladen. Dabei sagte man uns auch, dass das australische Englisch eigentlich Bullshit ist. Und wir haben uns schon gewundert, warum wir nur die Hälfte verstehen. Aber zum Glück haben sie sich für uns ins Zeug gelegt und englisch gesprochen oder ihren „Kaugummi ausgespuckt“. Sehr nett die Ausies!

So, jetzt genug der Laberei. Die Great Ocean Road ist der totale Hammer. Satte 300 km fährt man direkt am Meer entlang und kommt aus dem Staunen kaum heraus. Das Meer mit dieser immensen Brandung, gepaart mit den abertausenden Lookouts, macht diese Strecke wohl zu einer der schönsten Küstenstraßen der Welt. Einen spitzenmäßigen Höhepunkt findet diese Traumstraße dann in der Felsformation der 12 Apostel. Vom Meer ausgewaschene riesige Felsblöcke bestaunt man hier.

Um dieses Wunderwerk der Natur aus der Luft zu betrachten, charterten wir uns für eine Stunde einen Helikopter. Eine grandiose Idee und ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Aus der Luft ist die Perspektive doch noch einmal anders. Im Vergleich zu anderen Ländern fanden wir den Helikopterflug mit 80 Euro pro Person recht erschwinglich.

In einem Eukalyptuswald in der Nähe von Apollo Bay (Surferparadies), hatten wir das seltene Glück, einen drolligen Koala–Teddy im Baum zu sehen. Den hätten wir am liebsten pausenlos durchgeknuddelt! So was Niedliches (siehe Foto)!

Im Wilson Promontory Nationalpark war es in der Nacht so windig, dass uns unser Zelt um die Ohren flog. Kurzer Hand verbrachten wir daraufhin die Nacht im Auto und konnten dabei zu später Stunde grasfressende Wombats (riesige meerschweinähnliche Nagetiere) bewundern. Die Wanderungen zum Tidal River Lookout und in den Regenwald sind besonders empfehlenswert. Die Umgebung erinnerte uns etwas an Neuseeland.

Auf Phillip Island sahen wir die kleinsten Pinguine der Welt und eine der gefährlichsten Spinnen (Funnel Web - die australische Antwort auf die Schwarze Wittwe), und zwar Auge in Auge auf der Toilette am Spülkasten. Man, man mir wurde echt anders. Das könnt ihr mir glauben (siehe Foto). Gott sei Dank halten die umliegenden Krankenhäuser ein Gegengift für Notfälle ständig bereit. Nach einem Biss wäre wohl nach zwei Stunden Schluss mit lustig. Bis auf dieses Erlebnis blieben wir in Sachen giftige Tiere zum Glück verschont. Danach haben wir unser Zelt jeden Abend nach Eindringlingen abgesucht.

Fortsetzung folgt demnächst ...

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