Köln: Verkehrschaos befürchtet - Nein zur Umsetzung der Pläne für die Bonner-Straße.

Parteiloser Bezirksvertreter Torsten Ilg stimmt erneut gegen den Baubeschluss zur Verengung der Bonner Straße und lehnt den Dringlichkeitsentscheidung zur 3. Baustufe ab.

(Köln-Rodenkirchen) mit seiner heutigen Ablehnung der Dringlichkeitsentscheidung bekräftigte der parteilose Torsten Ilg als einziger Bezirksvertreter seinen Entschluss, dem Baubeschluss für die 3. Baustufe der Nord-Süd Stadtbahn nicht zuzustimmen: "Gerade weil ich der Auffassung bin, dass die Außenbezirke des Kölner Südens besser angebunden werden müssen, kann ich dem vorliegenden Konzept nicht zustimmen. Die Umsetzung der 3. Baustufe macht nur dann wirklich Sinn, wenn die Unwägbarkeiten und massiven Bürgerproteste gegen die Umsetzung der 4. Baustufe vom Tisch sind", außerdem seien die Kosten von fast 100 Millionen Euro angesichts der desolaten Haushaltslage der Stadt Köln sowie der Tatsache, dass dieses Projekt von Bürgern und Bürgervereinen große Ablehnung erfährt, dem Steuerzahler nicht vermittelbar.

Torsten Ilg äußerte zudem völliges Unverständnis über die Haltung der CDU, die trotz großer Bedenken bei der letzten Sitzung der Bezirksvertretung doch für die Umsetzung des Baubeschlusses stimmte. An die Adresse des CDU-Fraktionsvorsitzenden gerichtet sagte Ilg: "Für mich ist das überhaupt nicht nachvollziehbar Herr Schykowski. Sie haben eben gute Gründe vorgetragen die gegen das Projekt sprechen und trotzdem stimmen sie diesem Baubeschluss zu. Allein die Tatsache, dass die Realisierung einer schnellen Anbindung von Rondorf und Mechenich an das geplante Stadtbahn-Netz noch völlig ungeklärt ist, sowie der Bau einer riesigen P&R Parkpalette inmitten des Wohngebiets Heidekaul "gesondert" behandelt werden soll - weil diese offenbar von den Anwohnern abgelehnt wird - ist ein Beleg für mangelhafte Bürgerbeteiligung und Ignoranz. -

Auch in Zukunft müssen die Bürger umständliche Umstiege in Busse in Kauf nehmen. Das Auto bleibt für viele Bürger alternativlos, zumal der Rat der Stadt Köln die U-Bahn nicht bis zum Verteilerkreis weiterbauen möchte. Außerdem wird die Zahl berufsbedingter Pendler eher zunehmen, weil viele Betriebe diese Flexibilität von Ihren Mitarbeitern heutzutage erwarten. In vielen Fällen ist der ÖPNV keine Alternative. Der Baubeschluss zur Verengung der Bonner-Straße wurde weit vor der Entscheidung gefällt, dass in Zollstock ein neues riesiges Wohnquartier auf dem Areal der Deutschen-Welle entstehen soll. Das Verkehrskonzept passt sich in keiner Weise den veränderten Wachstumsprognosen an, sondern dient einzig und allein dem "rot-grünen" Ziel, durch eine künstlich erzeugte Verkehrsbehinderungspolitik, die Menschen in Ihrer Freiheit und in Ihrer Flexibilität zu beschränken."

V.i.S.d.P Torsten Ilg Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen (parteilos) Hauptstraße 85 50996 Köln Telefon: 0172 6076376 Mail: Torsten.Ilg@stadt-koeln.de