Reisebericht

La Reunion - schroffe, große Schönheit

Stationen: Trois Bassins von St-Gilles-les-Hautes, Conservatoire Botanique National de Mascarin, Piton Maido, Cirque de Mafate, Cirque de Cilaos, Piton de la Fournaise

Der Westen:

Trois Bassins von St-Gilles-les-Hautes - Conservatoire Botanique National de Mascarin - Piton Maido - Cirque de Mafate - Cirque de Cilaos


Die Wanderung zu den Trois Bassins von St-Gilles-les-Hautes dauert ca. eine Stunde und ist sehr lohnenswert. Von einem Parkplatz wenige 100 m oberhalb des Theatre de Plein Air führt der Weg an Bewässerungskanälen entlang hinab in eine Schlucht. Die Wasserreservoirs, in denen man ein erfrischendes Bad nehmen kann, werden von der Ravine St-Gilles mit kühlem Gebirgswasser gespeist. Zunächst führt ein Weg ab zum Bassin du Comoran. Ein kleiner Wasserfall fällt hinab in einen See. Die Ruinen des ehemaligen Wasserkraftwerkes sind noch gut zu erkennen. Am Bassin des Aigrettes stürzen mehrere kleinere Wasserfälle von den steilen Felsen hinab.

Ein weiterer Halt empfiehlt sich in Les-Colimacons-les-Hautes. Im dort angelegten Conservatoire Botanique National de Mascarin werden vom Aussterben bedrohte Pflanzen von La Reunion gezüchtet. Beispielsweise gibt es einen sehr schön angelegten Kakteengarten sowie Einblicke in das Leben der Ureinwohner.

Von Roches Noires aus führt eine Straße vorbei an St-Gilles-les-Hauts auf den Piton Maido. Die Fahrt auf den Piton Maido (2.203 m) empfiehlt sich sehr frühmorgens anzutreten, da die Berge ab mittags wolkenverhangen sind. Der spektakuläre Blick, der sich einem auf dem Gipfel erschließt, lässt sich vom Parkplatz aus noch nicht vermuten. Wir erreichen den Gipfel eine Stunde nach Sonnenaufgang und können nur erahnen, wie traumhaft es sein muss, einen Sonnenaufgang hier zu erleben. Der Blick auf den leicht wolkenverhangenen Piton des Neiges (3.070 m), den Grand Bernard (2.896 m) sowie in das großzügige Mafate-Tal ist einzigartig.


Der Cirque de Mafate ist nur über Wanderwege zu erreichen. Die Versorgung der per Auto nicht zu erreichenden kleinen, abgeschiedenen Dörfer erfolgt mittels Hubschrauber. Mit etwas Glück kann man vom Gipfel des Piton Maido aus zusehen, wie ein Hubschrauber in den Talkessel hineinfliegt und über einem Dorf in der Luft stehenbleibt um Ware hinabzulassen. Die Rückfahrt führt über La Saline und Trois Bassins. Die Höhenstrasse ist zwar sehr kurvig, bietet jedoch ganz schöne Ausblicke.

Wieder zurück auf der Küstenstrasse gelangt man nach St-Leu, ein wahres Surferparadies. Die Surfer müssen zunächst aus dem vorgelagerten Riff hinauspaddeln, um die hier ankommenden Wellen (angeblich vergleichbar mit Hawaii) zu erreichen.

Bei St-Louis geht die Zufahrtsstrasse zum Cirque de Cilaos ab. Für die kurvenreiche Strecke, vorbei an schroffen Felswänden und Steilhängen, benötigt man ca. eine Stunde. Die Ausblicke auf die bizarre, zerklüftete Berglandschaft sind phantastisch. In diesem 100 qkm großen Talkessel liegen auf 1.200 m Höhe ein paar kleine Dörfer, die am späten Vormittag schön von der Sonne beschienen werden. Der Ausblick auf den Piton des Neiges und über das Grand Benard Massiv sind toll. Ausgangspunkte für viele Wanderungen (z. B. auf den Piton des Neige oder nach Mafate) gibt es hier. Außerdem kann man die Thermalquellen von Cilaos besuchen (und vielleicht im Hotel des Thermes übernachten), die Anfang des 19. Jh. entdeckt wurden.

Kurz hinter St Joseph bei Langevin geht es ab zu den Cascaden de la Grande Ravine (Wasserfälle) und dem "trou noir", einem Wasserfall, der aus einem schwarzen Felsloch herausfiel. Beide Naturschauspiele sowie das nur über eine extrem steile Straße zu erreichende Dorf Grand Galet sind ebenfalls lohnenswert.

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