Wie ich beraubt worden war

Es fing scheinbar harmlos an. Die Chefräuber hatten mich geblendet gehabt. Den Vorschlag, die Reichen zu berauben, hatte ich unterstützt gehabt. Obwohl ich von der Beute natürlich nichts abbekommen hatte. Und schließlich hatten diese Räuber, die ich ja selbst an die Macht gebracht gehabt hatte, auch mich beraubt gehabt:
Meine Sprache, meine Meinung, meine Freiheit, mein Geld, meine Gesundheit, mein Land, meine Zukunft, meine Mitmenschen. Allem war ich beraubt worden.
Und gleichzeitig war ich auch noch selbst Täter: Durch mein stilles Einverständnis hatte ich den Raub an anderen Völkern, der Natur, meinen Mitmenschen und mir selbst mitgemacht gehabt.
Hatte ich den totalen Raub gewollt gehabt? Dass jeder Mensch Täter und Opfer zugleich gewesen war? Nein. Das war mit aber erst kürzlich klar geworden.
Mir war Raub als Akt der Nächstenliebe und Gefügigkeit als Respekt und Toleranz verkauft worden.
Nächstenliebe ist die einzige Wahrheit. Die Lösung für alle Probleme erwachsen aus gelebter Nächstenliebe. Jeder kann sie üben: Dem Fleißigen sein Recht auf Reichtum anerkennen, das ist der Ausgangspunkt. Räubern, die sich als Staatsmänner und Staatsdiener verkleiden, schlicht entsagen. Dem modernen Staat als Institution des Raubes abschwören.

Wahrhaftigkeit - Selbstermächtigung - Heimat