Roberto Blanco (Robert Weiß) auf unredliche Weise diskriminiert?

Tja, jetzt soll der bayerische Innenminister den Roberto Blanco (Robert Weiß)  also einen "Neger" genannt haben. Schrecklich! Wo doch jeder weiß, dass "Neger" aus dem Lateinischen "Niger" stammt, und dort soviel wie "schwarz" bedeutet, daher ja auch das Land und der Fluss "Niger" und "Nigeria". Noch bis vor ca. 20 Jahren wurde in den Schulen neben einer "europiden", "mongoliden" und anderen auch noch eine "negroide" Rasse gelehrt, was aber heute längst als überholt gilt. Denn mit der Nicht-Farbe "Schwarz" verbindet man ja auch Dunkles, Trauriges und Düsteres, was eigentlich nicht sein dürfte. Man dachte dann eine Zeit lang darüber nach, zumindest jedem Europäer eine "Antidikriminierungsbrille" zu verpassen, die alle Hautfarben gleich erscheinen ließ, hatte aber vergessen, dass es ja auch noch andere Unterscheidungsmerkmale gab, wie bisweilen Haar, Nase und Lippen, was auch diese Brille nicht vertuschen konnte.

Deshalb einigte man sich darauf, dass die entsprechenden Menschen nicht schwarz, sondern "farbig" zu sein hätten, allerdings ohne sie zu fragen.. Das ging dann für eine gewisse Zeit lang gut, bis man feststellte, dass Kinder die Menschen, die nicht schwarz sein durften, beispielsweise grün-rot-blau gepunktet oder gelb-rosa gestreift malten, weil sie das Adjektiv "farbig" mit "bunt" gleichsetzten.

Also einigte man schließlich darauf, dien Bezeichnung  für die betroffenen Menschen (darf man "betroffen" sagen?) mit der Vorsilbe "Afro-" zu versehen, um dann den Namen des Landes zu nennen, in dem sie lebten: Also "Afrodeutscher", "Afroamerikaner", Afroafrikaner etc. Allerdings führte dies wiederum zu einer "Dis-kriminierung" (= "Unter-scheidung"), die in diesem Falle das Gegenteil, also eine unzulässige "Nicht-Unterscheidung" war, von Afrikanern, die nicht schwarz waren, also beispielsweise von Berbern und andere nordafrikanischen Völkern oder auch Weißen aus Südafrika, Namibia usw., wobei man wieder beim ursprünglichen Problem der Unterscheidung (=Diskriminierung") zwischen schwarz und weiß angekommen war.

Frank Elstner löste dann das Problem auf humorvolle Weise und erhielt dafür den Nobelpreis für Antidiskriminierung.