Analyse der Gründe für den Absturz des Fluges МH-17

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Meldung des Verbandes

der Ingenieure Russlands

vom 15.08.2014

Analyse der Gründe für den Absturz des Fluges МH-17

(malaysische Boeing 777)

1. Ereignis

Das Flugzeug Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia-Airlines (Amsterdam — Kuala Lumpur)

startete von dem Amsterdamer Flughafen Schiphol um 10:14 Uhr UTC (14:14 Uhr MSK) und

sollte um 6:10 Uhr der örtlichen Zeit am Zielflughafen ankommen (22:10 Uhr UTC/ 2:10 Uhr

MSK).

Der Luftkorridor 330 war einschließlich der 10 Kilometer Höhe, auf der die abgestürzte Boeing

flog, offen für internationale Transitflüge über dem ukrainischen Gebiet. Nach Angaben der

Fluggesellschaft brach die Verbindung um 14:15 Uhr GMT ab, in ca. 50 km Entfernung von der

ukrainisch-russischen Grenze. Jedoch laut den Daten des Portals Flightradar24 hat die Maschine

die ADS-B Übertragung nach 13:21:28 Uhr UTC (17:21:28 MSK, 16:21:28 örtliche Zeit) über der

ukrainischen Stadt Snischne auf Flugfläche 33.000 Fuß (knapp über 10 km) eingestellt (letzte

übertragene Koordinate: 48.0403°, 38.7728°). Die Überreste des Flugzeuges wurden brennend

auf dem ukrainischen Boden entdeckt. Das Flugzeug stürzte ab in der Nähe des Dorfes Hrabovo

(nahe der Stadt Thorez). Keiner der Passagiere und der Besatzungsmitglieder überlebte.

2. Zu klärende Fragestellungen

Was waren die Umstände des Absturzes?

Wer konnte in dem Absturz beteiligt sein?

3. Analyseausschuss

Für die Analyse der Situation wurde ein Expertenausschuss aus dem Verband der Ingenieure

Russlands gebildet, unter den Experten waren Reserveoffiziere mit professioneller Erfahrung mit

Flugabwehrraketen sowie Luftwaffenpiloten mit beruflicher Erfahrung mit Luft-Luft-Waffen.

Das vorliegende Problem wurde auch während einer Sitzung der Akademie für geopolitische

Probleme diskutiert, wobei viele Theorien getestet und wiederholt diskutiert wurden. Bei der

Analyse verwendeten die Experten Daten aus öffentlichen Quellen und Medien. Darüber hinaus

wurde die Lage unter Verwendung der Computersimulation der Su-25 analysiert.

Als Ergebnis dieser Arbeit liegt das folgende Analysematerial vor.

4. Allgemeine Ausgangsdaten für die Durchführung der Analyse

4.1. Allgemeine Darstellung der Luftsituation im Raum Donetsk

Eine allgemeine Darstellung der Lustsituation im Raum der Stadt Donetsk erfolgte am

21.07.2014 auf dem Sonderbriefing des Verteidigungsministeriums Russlands zum Thema des

Absturzes des Fluges MN17 über der Ukraine. Generalleutnant Andrej Kartapolov, Leiter der

Hauptbetriebsdirektion, stellvertretender Leiter des Generalstabs der russischen Streitkräfte,

2

präsentierte in dem Sonderbriefing Daten einer objektiven Kontrolle während der Zeitspanne

17:10 – 17:30 Uhr nach Moskauer Zeit.

In dieser Zeitspanne befanden sich drei Passagierflugzeuge auf ihren planmäßigen Flügen:

 Flug aus Kopenhagen nach Singapur um 17:17 Uhr;

 Flug aus Paris nach Taipei 17:24 Uhr;

 Flug aus Amsterdam nach Kuala-Lumpur.

Darüber hinaus wurde von den russischen Kontroll-Radaren der Luftlage ein Höhenanstieg eins

Flugzeuges der ukrainischen Luftabwehrkräfte festgestellt, vermutlich einer Su-25, in Richtung

der malaysischen Boeing 777. Die Entfernung des Flugzeuges Su-25 von der Boeing 777 betrug

ca. 3 bis 5 km.

Zeichnung 1: Skizze der Luftlage in Raum des Absturzes der Boeing 777 (nach Angaben des

Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation)

4.2. Meteorological conditions in the area of the crash of the Boeing 777

Wetterarchiv in Thorez, Region Donetsk, Donnerstag, 17 Juni 2014

Uhrzeit

Wetterlage

Lufttemperatur

Windgeschwindigkeit

м/Sek.

Luftdruck

Uhrzeit

15:00

Durchgehende

Wolkendecke

+31°C

4.0

730

15:00

15:00

Durchgehende

Wolkendecke

+31°C

4.0

730

15:00

4.3. Ausgangsdaten des Absturzortes der Boeing 777

Ein umfassenderes Bild über die Absturzursachen der Boeing 777 kann eine detaillierte Analyse

der Fragmente liefern. Bei der Betrachtung der im Internet präsentierten Fotos der

Flugzeugfragmente sieht man verschiedene Schäden an der Verkleidung – Risse und Brüche,

3

Eintrittseinbrüche mit Kantenbiegung sowohl zur inneren als auch zur äußeren Rumpfseite, was

auf eine mächtige externe Einwirkung auf das Flugzeug hindeutet.

Bild 1: Fragment des Flügels der Boeing 777

Bild 2: Fragment der Verkleidung der Boeing 777

Bild 3: Fragment des Flügels der Boeing 777 Bild 4: Fragment des Flügels der Boeing 777 Bild 5: Fragment des Rumpfes der Boeing 777 Bild 6: Fragment der Kabine der Boeing 777

Auffällig sind Eintrittseinbrüche mit der Kantenbiegung zur Innenseite des Rumpfes, diese

Öffnungen weisen eine rundliche Form auf und sind in der Regel dicht beieinander gruppiert.

Solche Öffnungen können nur von Metallelementen verursacht werden, welche einen runden

Querschnitt aufweisen, möglicherweise Stäbe und Geschosse einer Bordkanone. Es stellt sich die

Frage: wer und auf welche Art und Weise könnte solche Gegenstände in die Nähe des

Flugzeuges bringen?

4.4. Charakteristika des Flugzeuges Boeing 777 als Luftangriffsziel

Die Ausgangsdaten für die Analyse der gegebenen Situation sind technische Voraussetzungen

des Flugzeuges Boeing 777, dessen Flugroute, Höhe und Geschwindigkeit des Fluges,

Kursabweichungen hinsichtlich des vorgegebenen Kurses, Absturzort, Foto- und Videomaterial

4

der Überreste des Flugzeuges, Beschreibung des Radius und des Streuungscharakters der

Fragmente.

Bild 7: Boeing 777

Wichtigste Parameter der Boeing 777

für die Ziele der vorliegenden Analyse

Spannweite der Flügel (m)

60.93

Länge des Flugzeuges (m)

63.73

Höhe des Flugzeuges (m)

18.52

Fläche der Flügel (m

2

)

427.80

Maximalgeschwindigkeit

(km/h)

965

Tatsächliche

Reisegeschwindigkeit (km/h)

905

Praktische Reichweite (km)

8910

Praktischer Höhengipfel (m)

13100

The Boeing 777 aircraft is not considered to be a difficult aerial target for AA systems. It is a

high altitude aerial target (4000—12000 m) with a very large RCS (Radar Cross Section) – no less

than 10m (the RCS for an airplane of the Su-25 type is 0.5—0.6m), it has limited

maneuverability, and it has no capacity for anti-AA counteraction (active and passive jammers,

false targets, etc). It can be effectively targeted both by military aircraft (interceptors or other

types of aircraft acting in the same altitude and speed range) as well as by AA systems of object

(S-200, S-300 type) or tactical (BUK-M1) types.

5. Technische Sachlage

Moderne Praxis in der Anwendung von Luftangriffsanlagen klassifiziert getroffene Ziele von

Luftangriffen nach folgenden Typen:

Typ A : Beenden des gesteuerten Fluges;

Typ B: Eingeschränkte Fortsetzung des gesteuerten Fluges ohne Landemöglichkeit;

Typ C: Fortsetzung des gesteuerten Fluges mit Landemöglichkeit und anschließender

Reparaturnotwendigkeit.

In dem vorliegenden Fall geben die Merkmale der Sachlage Grund zu der Annahme, dass das

Ziel nach dem Typ A getroffen wurde: Beenden des gesteuerten Fluges.

Wir haben die von Experten aus verschiedenen Ländern vorgetragenen Erklärungen des

Geschehens studiert. Betrachtet man die technische Seite der Sachlage, könnte man behaupten,

dass die Boeing 777 von Luftangriffsanlagen zerstört wurde oder aber auch von

Flugabwehrraketen, welche vom Boden aus bzw. von einem anderen Flugzeug unter Anwendung

dessen Raketen- und Kanonenausrüstung abgeschossen wurden. Unter Anwendung der

Methoden der ingenieurtechnischen Analyse haben Experten des Verbandes der Ingenieure

Russlands die beiden Erklärungstheorien betrachtet, auf welche sich so gut wie alle Aussagen

von Experten und Spezialisten reduzieren.

6. Theorie Nr. 1: Boeing 777 wurde von einem Flugabwehrraketensystem vernichtet, z.B.

“Buk-М1“

5

Bild 8: Flugabwehrraketensystem

9K37M1 “Buk-М1»

ТТH Flugabwehrraketensystem

9К37М1 “Buk-М1“

Beginn der Serienproduktion

1983

Trefferreichweite der Entfernung (km)

— Flugzeuge des Typs F-15

3..32—35

Trefferreichweite der Höhe (km)

— Flugzeuge des Typs F-15

0,015..22

Anzahl der gleichzeitig beschossenen

Ziele

18

Trefferwahrscheinlichekeit von:

— Kampfjet

0,8..0,95

— Hubschrauber

0,3..0,6

— Marschflugkörper

0,4..0,6

Maximale Geschwindigkeit der zu

treffenden Ziele (m/Sek.)

800

6.1. Umstände zugunsten der Theorie Nr. 1

6.1.1. Die Wahrscheinlichkeit der Zerstörung von Luftzielen wie die Boeing 777 unter

Anwendung des Flugabwehrraketensystems 9K37M1 "Buk-M1" ist hoch, da das Flugzeug sich

auf Flugfläche der Höhe 10100 befand, eine Geschwindigkeit von 900 km/h aufwies und seine

Parameter ein Luftangriffsziel für das Flugabwehrraketensystem "Buk-M1" werden könnten. Die

Trefferwahrscheinlichkeit des gegebenen Ziels durch das Flugabwehrraketensystem "Buk-M1"

beträgt 0,8 – 0,95, demnach ist es technisch problemlos möglich, ein solches Luftangriffsziel zu

treffen.

Zeichnung 2: Aufstellung der ukrainischen

Flugabwehrraketensysteme

Die Aufstellung der ukrainischen

Truppen am 17. Juli im Raum des

Flugzeugabsturzes enthielt drei bis

vier Anlagen „BUK-M1“. Diese

Angabe wurde von dem russischen

Verteidigungsministerium gemacht.

Leiter des Generalstabs der russischen

Streitkräfte Generalleutnant Andrej

Kartapolov betonte, dass Russland

Standort-Aufnahmen aus dem

Weltraum zur Verfügung stehen,

welche einzelne Untereinheiten der

ukrainischen Armee im Südosten der

Ukraine zeigen, insbesondere "Buk", 8

km Entfernung von Lugansk. Am

Morgen des Absturztages des

malaysischen Airliners entdeckten

russische Radare eine

Batterie der Flugabwehrraketensysteme "Buk-M1" in der Nähe des Dorfes Zaroschenskoe. An

diesem Tag wurde die Batterie in die Nähe von Donetsk verlegt – also in den Raum, in dem sich

die Volksarmee befindet. Wir glauben, diese Daten sind objektiv und genau.

6.1.2. Auch hat das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation bekanntgegeben,

russische Militärs hätten am Tag des Absturzes der malaysischen Boeing 777 Aktivität der

ukrainischen Radaranlage der Flugabwehrraketensysteme "Buk-M1" festgestellt. Die

Zielerkennungsstation 9S18 "Kupol" ist eine drei-Koordinaten-Impuls-kohärente

Zielerkennungsstation und ist ausgerichtet auf die Übermittlung von Informationen über die

Luftlage an die Kommandozentrale 9S470 9K37 "Buk". Die Zielerkennungsstation 9S18 ist in

6

der Lage, Objekte in Reichweite von 110-160 km in der Luft zu erkennen und zu identifizieren,

die Reichweite der Identifikation von tief fliegenden Zielen (bis zu 30 m) beträgt bis zu 45 km.

Ein solches Radarsystem könnte für die Erkennung und Verfolgung der Boeing 777 verwendet

werden.

Bild 9 : 9С18М1 «Kupol»

9С18М1 «Kupol»

Sichtzone:

nach Azimutgrade (Grad)

360

nach Winkel (Grad)

0-40

Instrumentalreichweite (km)

10-160

Auflösung:

nach Länge (m)

400

nach Azimutgrade (Grad)

3-4,5

nach Winkel (Grad)

3-4,5

Maximale ununterbrochene

Arbeitszeit (Std.)

48

Ausfahr-/ Einfahrzeit (Min.)

5

Maximale Geschwindigkeit

(km/h)

65

6.1.3. Experten des Verbandes der Ingenieure Russlands erachten es für wichtig, die folgenden

wichtigen audio-visuellen Faktoren beim Start der Rakete "Buk-M1" anzumerken:

 Erheblicher Lärmeffekt, sowohl bei dem Start der Rakete als auch während des Fluges,

insbesondere in Höhenlagen von 100 bis 3000 m.

 Gewaltiger Blitz am Standort der Startvorrichtung (Bild 10).

 Kondensstreifen auf der Flugbahn, gebildet durch die Verbrennung von Raketentreibstoff

(Bild 11).

 Blitz und charakteristisches Erscheinungsbild im Luftraum beim Zusammentreffen der

Rakete mit dem Ziel (Bild 12).

6.1.4. Die Theorie über die Anwendung des Flugabwehrraketensystems "Buk-M1" hat nach

Expertenmeinung eine Reihe von Schwachstellen, welche ihre Glaubwürdigkeit und

Wahrscheinlichkeit zweifelhaft erscheinen lassen:

а) Bisher gibt es keine glaubwürdigen

Beweise für den Start einer „Boden-

Luft“-Rakete, welcher bekanntlich

von erheblichen visuellen- sowie

Lärmeffekten begleitet wird.

Die Spur des Kondensstreifens auf der

Fluglaufbahn reicht bis in die Wolken

und verbleibt bis zu 10 Minuten in der

Luft. Der Lärm, der durch das Starten

der Rakete verursacht wird, ist im

Umkreis von 7-10 km von der

Startrampe zu hören.

Bild 10: Start der Flugabwehrrakete "Buk-M1“

7

b) Der Flug der Flugabwehrrakete

wird von einem durchdringenden

Geräusch begleitet. Ihre Flugbahn

kann aufgrund des Kondensstreifens

infolge der Treibstoffverbrennung

visuell nachverfolgt werden.

Im vorliegenden Fall wurde weder

eine dicke, weißliche Kondensations-

schleife aus Verbrennungsprodukten

des Treibstoffes registriert, noch

waren Kondensspuren zu sehen,

welche sich am Startort bilden und

noch einige Minuten im Umkreis von

mindestens 10 km erkennbar sind.

Bild 11:Flugabwehrrakete "Buk-M1“ im Anflug c) Die Explosion des Sprengkörpers

hat ein typisches Erscheinungsbild,

was bei gutem Wetter vom Boden

aus zu sehen ist.

Bild 12: Flugabwehrrakete "Buk-M1“ trifft ihr Ziel

Die Flugabwehrrakete 9M38 hat einen Dual-Festtreibstoff-Motor (Gesamtarbeitszeit von etwa

15 Sekunden).

Bild 13: 9М38 Flugabwehrrakete "Buk-M1“ Flugabwehrsprengwaffen 9М38

Länge

5,5 m

Durchmesser

400 mm

Schwung des Steuers

860 mm

Gewicht

685 kg

Gewicht des Sprengkopfes

70 kg

8

Eine Boden-Luft-Rakete mit einem Sprengkopfgewicht von 40 bis 70 Kilogramm explodiert nicht

am Zielobjekt, sondern in dessen Nähe in einem Abstand von 50 bis 100 Metern. Die

Detonation des Sprengkopfes bewirkt eine Stoßwelle, welche eine hohe Geschwindigkeit bei

der Fragment-Streuung bewirkt. Die Fragmente können zwar den Rumpf des Flugzeuges

durchdringen, jedoch angesichts der Größe der Boeing 777 (63,7 Meter lang, mit einer

Spannweite der Flügel über 60 Meter), können sie das Flugzeug nicht in viele kleine Fragmente

reißen, wie es etwa mit bis zu 7-10 mal kleineren Flugzeugen geschieht. Solche Fragmente

können beim Zusammenstoß mit der Boeing 777 zum Bruch des Brennstoffsystems und

Verbreitung des Brennstoffs auf den Rumpf und die Tragflächen mit anschließender

Feuerentfachung führen.

d) Wenn analog dazu das hydraulische System beschädigt worden wäre, würde die Boeing-777

die Kontrolle verlieren bzw. die Kontrolle wäre erheblich erschwert worden (Typ „B“ nach der

Klassifizierung der zu treffenden Zielen bei Luftangriffen). Wäre also eine so große Maschine

wie die Boeing-777 von Malaysia Airlines von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden, wäre

die Mannschaft in der Lage, die Fluglotsen-Systeme über die entstandene Situation zu

informieren. Jedoch ist nach Informationen, die den Medien zur Verfügung standen, nichts

dergleichen in den entschlüsselten Daten des Flugschreibers entdeckt worden.

e) Der Absturz ereignete sich tagsüber, in einem Wohngebiet mit einer hohen

Bevölkerungsdichte, wo nicht nur viele Militärbeobachter die Luftlage beobachtet haben,

sondern auch mit Kameras ausgerüstete Journalisten sowie auch Einwohner, die Fotoapparate

und Mobiltelefone mit Aufnahmefunktion besitzen. Es ist ebenfalls anzumerken, dass beim

dem Start der Rakete „Buk-M1“ nicht etwa eine einzige Person involviert ist, sondern

mindestens eine ganze Mannschaft, was die Möglichkeit eines verdeckten Raketenstartes fast

ausschließt. Es ist nur logisch anzunehmen, dass entsprechende Bild- und Tonaufnahmen von

allen möglichen Winkeln und Phasen der Flugbahn der Rakete im Internet praktisch

unverzüglich veröffentlicht würden (ein Beispiel dafür ist etwa der Meteoriten-Einschlag in

Chelyabinsk). Die Anwohner haben jedoch nur den Fakt der Explosion in der Luft sowie das

Fallen der Körper in der Nähe ihrer Häuser registriert.

f) Zum Zeitpunkt des Absturzes der Boeing 777 hat sich über dem ukrainischen Gebiet ein

amerikanischer Satellit befunden. In diesem Zusammenhang vertreten die russischen

Streitkräfte die Meinung, dass die amerikanische Seite diejenigen Satellitenbilder

veröffentlichen sollte, welche zum Zeitpunkt des Absturzes aufgenommen wurden, falls

Washington solche Bilder zur Verfügung stehen.

Schlussfolgerung bzgl. der Theorie Nr. 1:

Alles oben ausgeführte lässt in einem hohen Maße an der Theorie der Zerstörung des

malaysischen Flugzeugs Boeing 777 durch den Einsatz eines Flugabwehrraketensystems "Buk-

M1" zweifeln.

7. Theorie Nr. 2: Die Boeing 777 wurde infolge der Anwendung der Raketen- und

Kanonenausrüstung eines anderen Flugzeuges (bzw. mehrerer Flugzeuge) zerstört.

7.1. Für diese Theorie können die folgenden Umstände der Sachlage sprechen:

7.1.1. Zahlreiche Augenzeugen haben im Luftraum im Bereich der fallenden Fragmente der

Boeing 777 ein Militärflugzeug beobachtet (einige Zeugen sprachen von zwei Flugzeugen),

9

vermutlich ein Jet-Kampfflugzeug, wie Augenzeugen ausgehend von den Merkmalen sowie der

Geschwindigkeit des Flugzeuges bestimmten (Flughöhe 5.000 – 7.000 m bei einer

Geschwindigkeit von etwa 950 km/h). Darüber hinaus hörten sie den Fluglärm eines Flugzeuges

in den Wolken. Vermutlich handelte es sich um einen Flugzeugtypen wie MiG-29 oder Su-25.

Bild 14: MiG-29

MiG-29

Maximale Fluggeschwindigkeit: in großer

Höhe/ in Bodennähe

2450 km/h

(М=2,3)\1300 km/h

Maximale Ansteiggeschwindigkeit (m/Sek.)

330

Beschleunigungszeit: 600 - 1-100 km/h /

1.100 до 1.300 km/h, с

13,5\8,7

Abfluggeschwindigkeit (km/h)

220

Maximaler Gipfel (m)

18000

Transportreichweite (ohne Aussentank/ mit

einem Aussentank/ mit drei Aussentank)

(km)

1500\2100\2900

Maximale Drehgeschwindigkeit (°/Sek.)

23,5

Betriebsüberlastung

+9

Die Waffenausrüstung der MiG-29 beinhaltet eine Kanone mit einem Lauf GSch-301 (30 mm,

Schussmunition: 150 Patronen, Schussgeschwindigkeit: 1.500 Schüsse/Minute) in der linken

Flügelwurzelvorrichtung. Für den Kampf mit Zielobjekten in der Luft können auf sechs

Vorrichtungsknoten unter den Flügeln die folgenden Waffen befestigt sein: sechs Nahkampf-

Raketen R-60M bzw. Raketen mit kurzer Reichweite R-73; vier Nahkampf-Raketen R-60M und

zwei Raketen mit mittlerer Reichweite R-27RE mit Radiolokalion oder R-27TE mit

Navigationssystem R-77.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation haben russische

Radarsysteme zur Kontrolle über den Luftraum am 17. Juli einen Höhenanstieg eines Flugzeuges

der ukrainischen Luftwaffe, vermutlich einer Su-25, in Richtung der malaysischen Boeing 777

aufgezeichnet. Der Abstand zwischen den beiden Flugzeugen war nicht größer als 3-5

Kilometer.

Bild 15: Su-25

Waffenausstattung: eine doppelläufige 30-mm-Lauf GSch-30-2

Kanone mit 250 Geschossen in der unteren Vorderseite .Rakete:

„Luft-Luft“ P-3 (AA-2) oder R-60 (AA-8) „Luft-Boden“ H-25ML,

H-29L und S-25L. Behälter SPPU-22 mit einer doppelläufigen 23-

mm-Lauf GSch-23L Kanone mit 260 Geschossen.

Su-25

Spannweite der Flügel (m)

14.36

Masse (kg)

Höchstabflug

17600

Maximale Fluggeschwindigkeit

in Bodennähe

975

in großer Höhe

М=0.82

Praktische Reichweite (km)

1850

Radius der kampfaktivität (km)

in Bodennähe

1250

in großer Höhe

750

Maximale Gipfelhöne (m)

7000—

10000

10

Es ist wichtig und notwendig anzumerken, dass die Su-25 kurzzeitig eine Höhe von über 10.000

m erreichen kann. Zu ihrer Standardausrüstung gehören Raketen der Klasse „Luft-Luft“ R-60,

welche Ziele aus bis zu 10 km Entfernung treffen können bzw. aus 8 km Entfernung garantiert

treffen. Eine Su-25 muss sich nicht dicht an ihr Ziel annähern, sondern nur die Distanz bis auf

die Reichweite der garantierten Treffsicherheit reduzieren.

7.1.2. Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation verkündete, dass von den

russischen Streitkräften Aktivitäten der Zielerkennungsstation „Kupol“ der ukrainischen

Batterie von Flugabwehrraketensystemen am Tag des Absturzes der malaysischen Boeing 777

festgestellt wurden.

Zeichnung 3: Statistik der Aktivität ukrainischer

Radaranlagen im Bereich des Absturzes der

malaysischen Boeing 777

Die Aktivitäten dieser Radaranlage können

indirekt auf die Kampfverwendung der

Luftstreitkräfte hinweisen, da diese Radaranlagen

für das Auskundschaften der Luftlage sowie

Weiterleiten der Informationen über an den

Standort der Fluglotsen dient, d.h. sie liefert

Ausgangsdaten für die Navigation eines einzelnen

Kampfflugzeugs oder einer Gruppe von

Kampfflugzeugen während einer Luftpatrouille

bzw. Aktionen aus dem Hinterhalt heraus. Hierbei

erfolgt der Angriff auf Zielweisung vom Boden

aus, sowohl auf Kollisionskurs als auch auf

Verfolgungskurs..

7.1.3. Auf den Radaren erscheint die Su-25 identisch mit der MIG-29, da sie bzgl. ihrer Fläche

eine ähnliche Reflektionsoberfläche aufweist. Die Dienstgipfelhöhe, die von der MiG-20 erreicht

wird, beträgt 18.013 Meter, somit ist für MiG-29 die Höhe von 10.100 Meter, in der sich das

malaysische Flugzeug befunden hat, unschwer zu erreichen. Die MiG-29 verfügt über zwei

Triebwerke mit hohem Schub, was ihr eine Geschwindigkeit von 2.000 Kilometer pro Stunde

ermöglicht.

7.1.4. Zugunsten der Theorie des Angriffs auf die Boeing 777 durch ein anderes Flugzeug

sprechen auch die Daten der meteorologischen Bedingungen. Wetterbedingungen von 15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr am 17.07.2014 im Umkreis der Stadt Donetsk waren durch Regen und

durchgehende Wolkendecke gekennzeichnet. Die Flugroute von Passagierflugzeugen verläuft

über der unteren Grenze der oberen Wolkenschicht. In dieser Höhe gibt es nur Zirruswolken.

Dies sind aufgelockerte, faserige weiße Wolken, dünn und transparent, manchmal mit dicken

oder flockigen Formationen. Sie haben die Form von Bündeln und Bändern, erstrecken sich über

den gesamten Himmel und konvergieren am Horizont. Durch diese Wolken ist der Himmel gut

sichtbar. Die durchschnittliche Höhe vom Boden bis zu der unteren Grenze beträgt 7-10 km, ihre

Dicke beträgt mehreren hundert Meter bis zu mehreren Kilometern.

Der Angriff eines Kampfflugzeuges nach einem scharfen Aufstieg aus der Wolkenschicht dürfte

für die Besatzung der Boeing 777 unerwartet gewesen sein. Vom Boden aus könnte ein solcher

Angriff aufgrund der dichten Bewölkung in den mittleren und unteren Wolkenschichten nicht

durch visuelle Inspektion entdeckt werden.

Somit kann man mit hinreichender Sicherheit behaupten, dass die Boeing 777 im

Horizontalflug in einer Höhe von 10.000 Fuß im Abschussbereich der Raketen- und

Kanonenbewaffnung von Kampfflugzeugen - ob nun die MiG-29 oder die Su-25 - gewesen

sein könnte.

11

7.1.5. Berechtigte Frage: Welche Waffe führte zu der Zerstörung der Boeing 777 der

Malaysischen Fluggesellschaft?

Raketenbewaffnung

Sowohl die MiG-29 als auch Su-25 können mit Nahkampf-Lenkflurkörpern R-60M ausgerüstet

sein.

Bild 16: Raketen R-60M, befestigt auf dem äußeren Träger des

Flugzeuges

R-60M

Länge (m)

2,14

Durchmesser (m)

0,12

Spannweite der Flügel (m)

0,39

Gewicht (kg)

45

Gewicht des Gefechtskopfes (kg)

3,5

Geschwindigkeit

2,5M

Höhenbereich der Zielerreichung

0,03...20

Maximale Schussreichweite

10/8 km

Minimale Schussreichweite

0,3 - 0,25

Die MiG-29 ist mit der 30-mm-Kanone GSch-301 ausgerüstet, die 1.500 Schüsse pro Minute

abfeuern kann. Diese Kanone ist mit 150 Geschossen geladen, welche eine Wolfram-Legierung

enthalten. Die effektive Reichweite des Beschusses von Luftzielen beträgt 200-800 m, bei

Bodenzielen sind es 1.200-1.800 m. Solche Geschosse durchdringen ihr Ziel und hinterlassen

einen perfekt runden Eintrittseinbruch, sie explodieren nicht in der Kabine und setzen diese nicht

in Brand, jedoch können sie die Besatzung töten und Kabine zerstören. Typischerweise haben

Eintrittsdurchbrüche nach innen gerichteten Kanten und Austrittsdurchbrüche nach außen

gerichteten Kanten.

Bild 17: Flugabwehrkanone Gsch-301

Die Su-25 ist mit der Flugabwehrkanone Gsch-2-30 ausgerichtet.

Bild 18: Flugabwehrkanone GSch-2-30

Gsch-2-30 (GSch-2-30K)

Träger

Су-25, Су-39, (Ми-

24П)

Gewicht

Geschossgewicht

390 g

Patronengewicht

832 g

Kanonengewicht

105 (126) kg

Merkmale

Kaliber

30 mm

Anzahl der Läufe

2

Munition

250 (750) patronen

Schussgeschwindigkeit

(300—2600)sch/min

Effektive Reichweite der

Luftzielabschüsse

200—800 m

12

Darüber hinaus kann die Su-25 Kanonencontainer SPPU-22 mit einer doppelläufigen 23-mm

Kanone GSch-23L tragen.

Beide Arten von Kanonenbewaffnung führen bei einem Kampfeinsatz zu ähnlichen

Beschädigungen ihrer Luftziele wie diese auf den Trümmern der Boeing 777 zu sehen sind.

Schlussfolgerung bzgl. der Theorie Nr. 2:

Somit ist die Maschine Boeing 777 nach Meinung der Analytiker der Russischen Union der

Ingenieure sowohl von Nahkampf Luft-Luft-Raketen als auch von doppelläufigen 23-mm-

Bordkanonen bzw. Kanonencontainer SPPU-22 mit doppelläufigen 23-mm Kanonen Gsch-23L

getroffen worden. Dabei konnte bei dem Abschuss ein Laser-Distanzmesser bzw. ein Laser-

Visier verwendet werden, der die eine erhebliche Schussgenauigkeit ermöglicht. Dafür

sprechen die Art der Beschädigung und die Streuung der Fragmente: es gibt sowohl runde

Durchbrüche, welche in der Regel infolge von Kanonenschüssen entstehen, als auch

Sprengdurchbrüche, typisch für Raketen mit Pfeilgeschossen.

8. Analyse der Trümmer

Bei der Betrachtung der ersten Theorie über die Gründe des Absturzes wird klar, dass die

Konfiguration der Durchbrüche in den Trümmern der Tragflächen und des Rumpfes des

Flugzeuges kein typisches Bild der Beschädigung durch Munition einer Rakete des Typs „Buk-

M1“ ergibt. Diese würde sehr deutliche und für diese Munition charakteristische Spuren

hinterlassen. Im vorliegenden Fall sieht man jedoch, dass die Trümmer solche Spuren nicht

aufweisen.

Nach Einschätzung von Experten müssten im Falle des Abschusses durch das Boden-Luft-

Flugabwehrraketensystem „Buk-M1“ Spuren von zahlreichen Durchbrüchen durch dessen

Munition zu finden sein, was jedoch auf den Aufnahmen vom Absturzort nicht zu sehen ist.

Bezüglich der Möglichkeit solcher Schäden bei der Verwendung von Nahkampf-Luft-Luft-

Raketen sollte angemerkt werden, dass die Raketen R-60 (Su-27) und R-73 (MiG-29) beschränkt

leistungsstarke Nahkampf-Raketen mit Infrarot-Zielortung sind. Der Radius der Treffer-

Reichweite beträgt nur 3-5 Meter, eine Treffsicherheit gibt es nur beim direkten Kontakt, die

Masse der Streumunition der R-60 (Su-27) beträgt 3,5 kg, bei der R-73 (MiG-29) sind es 3,5 kg.

In der Streumunition ist ein fein gehackter Wolframdraht enthalten. Es handelt sich hierbei um

relativ leistungsschwache Raketen, die ausschließlich für Ziele von geringer Größe konzipiert

sind. Solche Raketen folgen der Wärmespur und sind in erster Linie für die Zerstörung von

Triebwerken entwickelt worden. Naheliegender und logischer ist vielmehr die Annahme, dass

der auf Bild 19 dargestellte Schaden für Geschosse einer Bordkanonen wie GSch oder SPPU

charakteristisch ist.

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Schäden an der

Tragfläche der „Boeing

777“ sind nicht

charakteristisch für

Treffer der Flug-

abwehrraketensysteme

„Buk-M1“.

Bild 19: Beschädigte Tragfläche der „Boeing 777“

Bild 20: Beschaffenheit der Schäden an der Kabine der Boeing 777

Die Art der Eintritts- und Austrittsdurchbrüche im Cockpit (Pilotenkabine) der Boeing 777

entspricht voll und ganz Durchbrüchen von ca. 20-30 mm Kaliber-Geschossen der Bordkanonen

eines Militärflugzeugs. Dies bekräftigt die zweite Theorie über den Absturz der Boeing. Dafür

spricht auch die Art der Streuung der Durchbrüche auf der Oberfläche des Flugzeugs. Die

Kanten der Rumpffragmente aus dem Cockpit auf der linken Seite sind von der Innen- zur

Außenseite hin gebogen. Dies deutet auf erhebliche Zerstörungen hin, welche innerhalb der

Kabine stattgefunden haben, und zwar als Folge der dynamischen Einwirkung der Geschosse auf

die rechte Kabinenseite.

Auf der Oberfläche sind charakteristische Eintrittsdurchbrüche sowie einige

Austrittsdurchbrüche zu sehen. Die Kanten der Durchbrüche sind nach innen gebogen, sie sind

deutlich kleiner und weisen eine runde Form auf. Die Austrittsdurchbrüche sind weniger deutlich

herausgebildet und haben rissige Kanten. Darüber hinaus sieht man, dass die

Austrittsdurchbrüche zweimal die Aluminium-Verkleidung durchbrochen und diese nach außen

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gebogen haben. Das heißt, die Streumunition (nach der Art der Einwirkung zu urteilen -

Bordkanonengeschosse) haben die Pilotenkabine durchdrungen. Auch wurden geöffnete Nieten

nach außen gebogen.

Bruchstück der Boeing 777. Es

sind deutliche Schäden an der

Verkleidung zu sehen:

Eintrittsdurchbrüche, verursacht

einer ~30-mm Kanone.

Man sieht deutlich, dass die

Kanten der Durchbrüche zur

Innenseite der Verkleidung

gebogen sind, charakteristisch

für Geschosseintritte..

Geschoss aus der

KanoneGSch 2-30

Bild 21: Art der Schäden in der Verkleidung der Boeing 777

Bild 22: Art der Schäden in der Verkleidung der Boeing 777

Bruchstück der Boeing 777.

Ausgebrochene Nieten.

Riss im Rumpf mit Kantenbiegung

nach außen infolge eines inneren

dynamischen Stoßes, dessen

Ursache entweder eine Explosion im

Flugzeug oder ein plötzlicher

Innendruckabfall in großer Höhe

gewesen ist.

Das Gesamtbild der Durchbrüche und ihre Anordnung legen nahe, dass die Boeing 777

höchstwahrscheinlich von Geschossen der Bordkanone Gsch-2-30 oder des Kanonencontainer

SPPU-22 mit einer doppelläufigen 23-mm Kanone Gsch-23L getroffen wurde, als Ziel wurde der

Bereich der Pilotenkabine anvisiert. Hierbei haben die Geschosse das Cockpit durchschossen

und beim Austritt Schäden auf der Flügeloberfläche verursacht (s. Bild 20).

Beide Arten von Kanonenbewaffnung, im Kampf angewendet, fügen Angriffszielen in der Luft

solche Schäden zu, welche auf den Fragmenten der Boeing 777 zu sehen sind.

Die Art der Durchbrüche auf den Fragmenten der Verkleidung der Flügel und des Rumpfes,

deren Aufnahmen in Informationsnetzwerken zur Verfügung gestellt wurden, geben Anlass zur

Behauptung, dass hierbei Raketen-Kanonen-Bordbewaffnung angewendet wurde.

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9. Rekonstruktion der Ereignisse

Basierend auf dem oben Dargelegten kann man zu den folgenden Schlüssen kommen:

9.1. Bezüglich der Umstände des Absturzes der Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia

Airlines.

Das Flugzeug Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines flog am 17.07.2014 die Route

Amsterdam — Kuala Lumpur entsprechend dem von Fluglotsen festgelegten Korridor. Hierbei

ist es am wahrscheinlichsten, dass die manuelle Steuerung abgeschaltet war und das Flugzeug

vom Autopiloten entsprechend der am Boden festgelegten Route gesteuert wurde, welche von

ukrainischen Fluglotsen korrigiert wurde.

Um 17:17 - 17:20 Uhr befand sich die Boeing 777 in ukrainischen Luftraum in der Region der

Stadt Donetsk in 10.100 m Höhe. Ein unerkanntes Flugzeug (vermutlich Su-25 oder Mig-29),

das sich in einem Luftkorridor darunter befunden hat, gewann rasch an Höhe, tauchte

unvermittelt aus den Wolken vor dem Passagierflugzeug auf und eröffnete das Feuer auf die

Pilotenkabine (Cockpit) mittels Kanonenbewaffnung mit 30-mm oder kleinerem Kaliber. Diese

Aktionen konnten sowohl von einem Piloten eines Kampfflugzeugs in „freier Jagd“ ausgeführt

werden (unter Verwendung eines Bordradars), als auch von einem Flugzeugnavigationssystem

unter Verwendung der Daten über die Luftlage durch ein Boden-Radars.

Das Cockpit ist infolge zahlreicher Durchbrüche von Geschossen beschädigt worden, dadurch ist

es ist abrupt zu einem Druckverlust gekommen. Dies und daneben mechanische Einflüsse zogen

den sofortigen Tod der Besatzung nach sich. Der Angriff war unerwartet und dauerte Bruchteile

einer Sekunde, die Besatzung konnte aufgrund dieser Umstände keine für solche Fälle

vorgesehenen Signale aussenden, da der Flug in einem normalen Modus verlief und kein Angriff

erwartet wurde.

Da weder der Motor noch das hydraulische System noch andere für das Fortführen des Fluges

wichtige Anlagen außer Betrieb gesetzt wurden, hat die vom Autopiloten gesteuerte Boeing 777

(was zum Regelfall gehört) den Horizontalflug fortgeführt und möglicherweise gleichmäßig an

Höhe verloren.

Der Pilot des unidentifizierten Kampfflugzeugs vollführte ein Manöver und näherte sich der

Boeing 777 aus der hinteren Hemisphäre. Anschließend nahm das unidentifizierte Flugzeug

einen Kampfkurs an, der Pilot initiierte mit der Bordausrüstung die Zielverfolgung, nahm das

Ziel ins Visier und veranlasste den Start der Rakete R-60 bzw. R-73.

Als Folge des Raketeneinschusses entstand ein Druckverlust in der Kabine, das

Steuerungssystem des Flugzeuges wurde zerstört, der Autopilot wurde abgeschaltet, das

Flugzeug stellte den Horizontalflug ein und und geriet ins Trudeln. Die daraus resultierende

Überlastung führte zu einem mechanischen Versagen in großen Höhen.

Entsprechend den Flugschreibern zerbrach das Flugzeug in der Luft, was nur bei einem

vertikalen Fall aus der Höhe von ~10.000 m möglich ist, dies kann nur bei Überschreiten der

maximalen zulässigen G-Kräfte geschehen. In der Regel bedeutet ein solches Trudeln eine

Unfähigkeit der Besatzung das Flugzeug zu steuern, etwa infolge eines Ausnahmefalles in der

Kabine und nachfolgendem Luftdruckabfall in der Piloten- sowie in der Passagierkabine. Das

Flugzeug wurde in großer Höhe zerstört, was die Tatsache erklärt, dass Flugzeugtrümmer über

ein Territorium über 15 km² zerstreut wurden.

9.2. Bezüglich der Partei, die den Tod der 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder

verantwortet.

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Die Streitkräfte der selbsternannten Volksrepublik Donetsk verfügten zum 17.07.2014 weder

über entsprechenden Kampfflugzeuge, welche in der Lage wären, ein Luftziel wie die Boeing

777 zu zerstören, noch über ein Netzwerk von Flugplätzen, noch über Mittel der Radarerfassung,

Zielverfolgung und des Anvisierens.

Kampfflugzeuge der Streitkräfte der Russischen Föderation haben den Luftraum der Ukraine

nicht verletzt, was sowohl von der ukrainischen Seite als auch von Dritten Seiten bestätigt wird,

welche die Lage auf dem ukrainischen Gebiet aus dem Weltraum beobachten.

Zur Feststellung der wahren Sachlage ist es notwendig, objektiv und unparteiisch alle Umstände

des Absturzes der malaysischen Boeing 777 zu untersuchen, tausende von Bürgern zu befragen,

die etwas beobachtet haben konnten. Selbstverständlich sollten diese Befragungen von

erfahrenen Fachleuten durchgeführt werden. Die richtigen Fragen zu stellen ist eine exakte

Wissenschaft und zugleich eine große Kunst der Annäherung an die Wahrheit. Wichtige

Informationen sind in den Trümmern und Fragmenten des abgestürzten Flugzeuges zu finden,

jedoch ist diese Information leicht zu zerstören, zu verfälschen und zu verschleiern. Und es gibt

viele Mitwirkende, die an der Verschleierung einer jeden realen Tatsache interessiert sind. Dies

wird von der Tatsache belegt, dass die Ukraine, die Niederlande, Belgien und Australien am 8.

August eine Vereinbarung unterzeichnet haben, dass Informationen über die Untersuchung des

Absturzes nur bei Zustimmung aller Parteien weitergegeben werden dürfen. "Im Zusammenhang

mit der Untersuchung werden immer noch Expertisen und andere Ermittlungsmaßnahmen

durchgeführt“, verkündete der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine Yuri

Boychenko, „die Ergebnisse werden nach dem Abschluss der Untersuchung bei Zustimmung

aller Parteien, die eine entsprechende Vereinbarung getroffen haben, bekannt gegeben."

Verzögerungen und ausweichendes Verhalten bzgl. einer vollständigen und objektiven

Untersuchung unter Teilnahme von renommierten internationalen Organisationen lassen

zweifeln, ob die beteiligten Parteien wahre Umstände des Absturzes der Boeing 777 der

Fluggesellschaften Malaysia Airlines bekannt geben werden.

Erster Vizepräsident der Gesamtrussischen öffentlichen Organisation

„Verband der Ingenieure Russlands “,

Vorstandsvorsitzender des Maschinenbauunternehmens „2K“

Ivan Anatoliewitsch Andriewskij