Reisebericht

Reisebericht von Australien von Oliver Teufel

Ein Reisebericht über meine drei Monate in down under: Unterwegs war ich mit dem Auto, dem Bus oder getrampt entlang der Südostküste, Outback-Uluru, Cairns, Ostküste und wieder zurück nach Sydney. Zusätzlich noch Bildimpresionen von Reisen nach Australien, Neuseeland, Peru, Bolivien, USA ...

Von Sydney nach Melbourne

Nach ca. 25 Stunden Flugzeit, mit einer beschissenen Übernachtung in Taipeh, habe ich um 10.30 Uhr diese herrliche Aussicht aus meinem Fenster. Sydney ! Wie lange habe ich davon geträumt ? Endlich bin ich in Australien, endlich ! Bevor wir landen geht doch noch ein schnelles "Guten - Morgen - Australien - Bier".
Im Hostel angekommen fiel ich erst einmal ins Bett, um dann ausgeruht Sydney, mit ca. 4 Mio. Einwohnern größte Stadt Australiens, per pedes zu erkunden. Was für ein Gefühl endlich durch diese Stadt zu laufen!
"Endlich das Opera House und die Habour Bridge zu sehen.In diesem Moment wurde mir richtig bewusst, dass ich in Sydney, und somit in Australien bin...Und so genoss ich jeden Meter, den ich durch diese phantastische Stadt gehen durfte."(TB-Eintrag vom 9.3.)
Ich kann wirklich nur jedem empfehlen sich einfach von dem kosmopolitischen Flair dieser Stadt in den Bann ziehen zu lassen. Geht an den Hafen, zum Opera House, in den Botanischen Garten (die große Grünfläche auf dem Foto), Darling Habour und natürlich zu den vielen Stränden in der Stadt. Nach 5 Tagen und einigen Bierchen brach meine letzte Nacht in Sydney an.
"Schlaf gut Sydney, bis in drei Monaten".
Weiter ging es entlang der Südostküste von Sydney über Ulladalla (furchtbar klein und scheiße), Batmans Bay und verschieden kleine Orte. Die Südostküste Australiens hat mich stark an Neuseeland erinnert. Sehr viel grün und die Ortschaften sehen aus wie kleine Westernstädte in den amerikanischen Filmen. Kleiner Einschub zu Ulladalla: so beschissen der kleine Ort auch war, er hatte etwas besonderes - und zwar einen von ca. 20 ALDIs in Australien (siehe Bildergalerie). Zu meiner Verwunderung waren diese genauso aufgebaut wie in Deutschland. So, nun aber zurück zum Wesentlichen! Was mir persönlich an der Südostküste gefallen hat war die Flora und Fauna des Staates New South Wales: Kängurus, Sittiche, Papageien in allen Farben und Formen, Koalas, Warana, Baumfarne, Würgefeigen, Eukalyptusbäume und der Buschwald (nicht zu verwechseln mit dem Outback-Busch). Und natürlich die Strände, an denen man oft alleine ist. An der Küste habe ich auch die ganze Zeit in meinem kleinen billigen Zelt übernachtet. Anfänglich war ich etwas vorsichtig, wo ich mein Zelt aufbaue, da man "ja sehr viele schreckliche Dinge" über die vielen giftigen Tiere (Schlangen und Spinnen) über Australien liest. Nach ein paar Tagen hat man sich aber von dem Märchen des gebissen werden verabschiedet und läuft im Dunkeln Barfuß durch die Gegend. Ich habe während meines Urlaubs 2 Schlangen gesehen und die haben sehr schnell das Weite gesucht (und nicht nur wegen meiner stattlichen Körpergröße von 2,05m). Es sterben in Australien mehr Touristen weil Auf meiner Route wollte ich unbedingt zum Willson Promotory Nationalpark, über den ich im Outdoor - Magazin sehr viel Gutes gelesen habe. Und dieser Nationalpark ist wirklich einen Abstecher wert. Eine wunderschöne Küstenlandschaft mit Hügeln und Stränden, in der man klasse Wanderungen durch dichten Eukalyptuswald laufen kann. Nachts in meinem Zelt hörte ich dann komische Geräusche. Bei näherem Betrachten des Geschehens draußen habe ich endlich die australischen Wombarts gesehen, die nachts auf Futtersuche waren. Ich kann diesen Nationalpark jedem empfehlen, der Lust auf Wandern, Natur und Meer hat (siehe Bild). Vom Wilson Promotory ging es weiter auf die Phillip Island, bekannt durch seine Zwergpinguinparade
sie von irgendwelchen Bergen fallen als an Schlangen - oder Spinnenbissen.
Wow, was für eine Scheiße !!!! Nachdem ich auf Fotos gesehen habe wie die Touris auf riesigen Tribünen sitzen um die Pinguine zu beobachten habe ich mich entschieden diesen Tourischeißdreck nicht mitzumachen. Die Insel ansich ist sehr schön und man kann sie locker mit einem gemieteten Fahrrad an einem Tag umrunden. Als kleines Gutenachthupferl "...trinke ich noch ein paar Gläser "Golden Gate-Fresh Dry Wine", ein sehr billiger aber auch sehr guter Wein!..." (Anhang: im Laufe meiner Reise stellte ich fest, dass der drei Liter Tetrapack vom "Cordoba-Dry-Wine" besser und billger war).
Nach zwei erholsamen Tagen auf der Insel fuhr ich am nächsten Tag mit dem Bus weiter nach Melbourne, die zweitgrößte Stadt Australiens. " ...Auf den ersten Blick ist die Skyline sehr imposant..." Eigentlich bin ich bei meinen Reisen kein großer Fan von Großstädten, aber hier in Australien muß ich schon sagen, haben alle australischen Städte ein gewisses Flair. Melbourns Flair ist, meiner Meinung, nicht ganz so kosmopolitisch als das in Sydney. Aber das ist Geschmackssache, den viele Reisende haben mir erzählt, ihnen gefiel Melbourne besser!! Fahrt hin und macht Euch selber ein Bild! Auch kann man die Stadt am besten zu Fuß erkunden, und es lohnt sich. Eine der bedeutensten Entdeckung meiner Reise machte ich in Melbourne: "...ich habe heute neben meinen Kochkünsten ein weiteres Futtersilo entdeckt: SUBWAY- eine Sandwitchladenkette..." (TB-Eintrag vom23.3.). Und so habe ich während der Reise immer mal wieder bei Subway reingeschaut und mir ein leckeres Sandwitch bestellt. Irgendwie habe ich mir auch eingeredet, dass der Salat auf dem Sandwich meine lebenswichtigen Vitamine sein könnte.
In Melbourne habe ich dann auch Mads, einen Dänen, den ich bereits in Sydney nach meiner Ankunft kennen gelernt habe, wiedergetroffen und nach ein paar Tagen feiern mit allen möglichen Leuten ging es weiter in seinem Auto Richtung Great Ocean Road. Vielleicht an dieser Stelle noch ein Wort zum Autokauf in Australien. Ursprünglich war es auch mein Plan ein Auto zu kaufen (habe ich schon in Neuseeland praktiziert). Als ich allerdings die horrenden Preise (ab 2000 Dollar) und den dazugehörigen Tachostand (250.00km sind in Australien nichts) gesehen habe, wurde mir schlecht und ich habe umdisponiert auf Trampen und Bus und sonst irgendwie.

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