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ARD Backgroundstories V: Das Personalwunder

Die These, dass überbezahlte und überabgesicherte Mitarbeiter in den Anstalten eher fachlich ungeeignet, als dem "Vorgesetzten verbunden" regieren, wurde erst im März durch die FAZ beim Beitragsservice - der Königsabteilung unter den Anstalten - trefflich nachgewiesen. In Fachsitzungen wird über die neue Motorisierung der Chefetage diskutiert, während die Mitarbeiter in Arbeit ersticken und Ängste vor Umstrukturierungen haben. Letztlich unterliegen fachliche Kompetenzen jeder Umstrukturierungsbemühung.

Auf die Mitarbeiterbewertungen auf den Jobportalen dokumentieren ähnliches. Auf kununu finden Sich Aussagen, wie "Ich hatte schlecht organisierte Vorgesetzte mit total unrealistischen Vorstellungen und wenig Ahnung von der Arbeit Ihres Teams/Abteilung. Sogar Ungleichbehandlung und Bossing verderben den Spaß an der Arbeit.", "Mobbing von Vorgesetzten", "Es gibt sehr viele Kollegen 45+.", "Wenig Weiterbildungsförderung, sehr wenig Aufstiegsperspektiven." aber eben auch  "Sehr flexible Arbeitszeiten und guter Personalrat", sowie "Gute Bezahlung und Angebot an Sozialleistungen vorhanden.".

Wie man es in Fachkreisen nennt: Der Bus ist voll. 

Im Anhänger darf man nochmal mitfahren, auch gut verdienen, aber bitte nicht von da hinten den Fahrer kritisieren oder gar eine Streckenplanung vorschlagen. Im Bus wird weiter hochgestuft, auf der tariflichen Karriereleiter. Immer mehr, immer "höher". Wenn der BUS ankommt, steigen nur noch 65jährige Direktoren, Gruppen-, Sach- und Programmgebietsleiter aus. Fettgefressen quetschen sie sich durch die Tür und werden bereits von zahlreichen Privatchauffeuren erwartet. Dann geht es ab in die Luxusrente.