PecuniaOlet

Bodo mit dem Bagger baggert noch

Es heißt, ein Bagger und ein LKW würden in etwa 100 Bauarbeiter ersetzen. 

Sagen wir mal der Einfachheit halber, ein Bagger ersetzt 20 Mann, und es wird immer 5 Tage die Woche auf der Baustelle gearbeitet. Dann musste zu einer Zeit, als es noch keine Bagger auf Baustellen gab, ein Mann einen Monat lang die Arbeit verrichten, die er heute an einem Tag schafft.

In diesem Monat hat er gegessen, getrunken und mit seiner Familie  in einer im Winter beheizten Wohnung gelebt. Und es ist anzunehmen, dass er sich dabei nicht überschuldet hat.

Eigentlich müsste er dann heute mit dem Verdienst von lediglich einem Tag Arbeit (meinetwegen auch 2-3 Tage, wegen der Kosten für den Bagger) in der Lage sein, für Wohnung und Heizung aufzukommen. Kann er aber nicht. Er gibt bereits durchschnittlich 50 Prozent seines Gehaltes für Miete und Nebenkosten aus. Er muss mit seinem Bagger also ein Arbeitsvolumen schaffen, für welches er in früheren Zeiten 200 Tage benötigt hätte, damit er Miete und Nebenkosten für einen Monat bezahlen kann. Verpflegung gar nicht eingerechnet. Das heißt, er wäre früher obdachlos gewesen und womöglich verhungert. Mit Bagger jedoch sehr wohlhabend.

Fazit: Höhere Produktivität hat noch keinen Arbeitnehmer wohlhabend gemacht oder Arbeitszeiten wesentlich verringert. Natürlich schont der Bagger die Knochen. Bei der Bürokauffrau und dem Computer verhält es sich aber ähnlich.