Gewalt der Worte

Wann und warum haben Sie sich zuletzt europäisch gefühlt?... heißt die erste von 89 nachdenklich stimmenden Fragen, mit denen das SZ-Magazin seine Leser konfrontiert. Vor dem Hintergrund des Brexit-Referendums und der Identitätskrise, in der sich Europa befindet, werden die Leser herausgefordert, einen Standpunkt zu beziehen. Wer seine Antworten mit anderen Lesern teilen möchte, kann dies auf facebook.com tun. sz-magazin.sueddeutsche.de

Danke, Polen... sagen deutsche Abgeordnete aller Bundestagsfraktionen anlässlich des 25. Jahrestags des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags vom 17. Juni 1991. Auf einer eigens eingerichteten Facebookseite zeigen die Parlamentarier, wofür sie Polen danken, lieben und was sie mit dem Land verbinden. Bundestagspräsident Norbert Lammert weist als Schirmherr in seinem Grußwort auf die historische Errungenschaft der freundschaftlichen Beziehungen hin und erinnert die Deutschen an ihre Verantwortung, diese zu bewahren.  facebook.com

Terror-Marke IS – Angesichts der Anschläge in Orlando wagt Sascha Lobo die These, dass der IS die gleichen Mechanismen nutzt wie die Netzguerilla Anonymous, um ein „Netzwerk für Mitmachmassenmord“ zu schaffen. Kennzeichen sind die dezentrale Organisation, die netzgetriebene Motivation zur Teilnahme und der Meme-basierte Werkzeugkoffer, der es potenziellen Selbstmördern einfach macht per Selbsternennung der Terrororganisation anzugehören. spiegel.de

Die Hybris der Journalisten... betitelt Susanne Gaschke ihren Artikel für Die Welt. Darin sucht sie nach Gründen für die wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung mit den Medien. Die Autorin macht zum einen eine veränderte Erwartungshaltung seitens der Leser aus: Journalismus solle neutral sein. Zum anderen kritisiert sie die gleichgerichtete Berichterstattung der Medien sowie die mangelnde Empathie und Überheblichkeit vieler Journalisten. Dies alles beschädige Politik ohne den Medien zu nutzen. m.welt.de (Gaschke) uebermedien.de (Kritik an Gaschke)

„Cloud protesting“ - Während noch vor einigen Jahren Organisationen als Motor kollektiver Handlungen dienten, bilden heute laut Stefania Milan social media den organisatorischen Rahmen für die neue Mobilisierungsdynamik – das sogenannte „cloud protesting“. Der Wandel hin zu einer neuen Politik der Sichtbarkeit ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits bietet die neue Sichtbarkeit die Gefahr, über soziale Medien bestehende Machstrukturen zu reproduzieren und ein vermeintlich „kollektives Wir“ zu repräsentieren. Andererseits bietet sie die Möglichkeit der Berichterstattung mit nur einem Minimum an Aufwand. netzpolitik.org

Lobbyregulierung – Anlässlich einer Anhörung des Europarats zur Regulierung von Lobbyingaktivitäten in den Mitgliedsstaaten am 14. Juni 2016 haben de'ge'pol und AFCL eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht und ihre Forderung nach einem verpflichtenden Lobbyregister für alle Akteure erneuert. Alternativ setzen sich die beiden Organisationen für eine Stärkung des Europäischen Bürgerbeauftragten oder für die Ernennung eines „Commissioner for the Representation of Interests“ ein. degepol.de

Die Junge Union... macht sich mit einer Zollstock-Kampagne für die Ausbildung in Deutschland stark und will damit ins „Guiness Buch der Rekorde“ kommen. Ziel ist es, im September in Berlin den längsten Zollstock der Welt zu bauen. Mit jedem Teilnehmer, der sich online einträgt, wächst der Zollstock um 20cm. Bisher wurden bereits 14m erreicht. ju-azubi.de