Öl Trading - Brent und WTI - Angebot an Rohöl laut EIA hoch

Lybien, Irak und Saudi-Arabien – Erhöhte Produktion an Rohöl

Laut dem monatlich veröffentlichten Bericht der EIA bleibt das hohe Angebot an Öl an den globalen Märkten bestehen. Allein im letzten Monat wurde die Fördermenge um 890 000 Barrel auf nun 31,02 Millionen täglich gesteigert, obwohl das anvisierte Ziel bei 30 Millionen Barrel täglich liegt.

EIA macht insbesondere die Opec-Förderstaaten Lybien, Irak und Saudi-Arabien für die erhöhte Produktion verantwortlich. Saudi-Arabien, der größte Opec-Produzent, hat im vergangenen Monat täglich 10,1 Millionen Barrel gefördert und somit die anderen Förderstaaten, welche ihre Marktanteile behalten wollen, ebenfalls zur erhöhten Förderung getrieben.

Atomstreit – Gegenwärtig die größte Unsicherheitsquelle

Gemäß EIA, die von einer gesteigerten Rohölnachfrage im aktuellen Jahr ausgeht, ist der andauernde Atomstreit zwischen dem Iran und den westlichen Staaten gegenwärtig die größte Unsicherheitsquelle für den Ölsektor.

Brent notiert gegen 18.36 Uhr oberhalb der 60 US-Dollar-Marke, WTI wird oberhalb 55 US-Dollar gepreist.

Die verlangsamte Konjunkturentwicklung in China belastet die Ölpreise noch nicht, da die Mehrheit der Marktteilnehmer das Ergebnis antizipiert haben. Die Wachstumprognose für das laufende Jahr ist von bisher 7,0 Prozent auf 6,8 Prozent reduziert worden.