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Oliver Janich streitet mit Marcus Staiger über Libertarismus

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Janich benennt offen funktionale Bruchstellen und Selbstwidersprüche (Demokratie und Humanismus einerseits, offene und versteckte Ausbeutung sowie Kriegspolitik andererseits) des Systems. Staiger verteidigt streckenweise das herrschende System (wobei man natürlich aufhorchen sollte). Ob er ein ehrlicher Vertreter seiner System-Alternative ist, wird dadurch ein wenig zweifelhaft. Eine zentrale Ursache für Missverständnis und scheiternde Kommunikation lässt sich hier allerdings schon aufzeigen, und sie ist höchst symptomatisch für allerlei Quatsch, der die journalistische und wirtschaftswissenschaftliche Öffentlichkeit beherrscht: Staiger verkürzt seine Perspektive wesentlich auf einen ‚halbwegs funktionierenden‘ Ist-Zustand und fragt weder nach Vergangenheit noch Zukunft. Janich verweist auf die historische Genese von Geldschöpfung durch Kredit und das Zentralbank-System, das keine gottgegebene Selbstverständlichkeit ist. Und er schafft es in diesem Gespräch nur in Fassungslosigkeit (1:01 Std.) anzudeuten, worum es in Mittelfrist gehen wird: „Deutschland haftet für die gesamten Euro-Schulden.“

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