Reisebericht

Peru - Der Süden + der Dschungel

Auf den Spuren der faszinierenden Inca Hochkultur. Machu Picchu, die Ruinen in und um Cusco und die rätselhaften Nazca-Linien. Weite Hochebenen und die einzigartige Tierwelt.

3 Wochen durch Peru

1. Tag
Ankunft in Lima
Nach der Ankunft am Flughafen in Lima. In der Regel kommen die Flüge in Lima sehr spät am Nachmittag oder Abend an; falls aber noch Energie vorhanden ist, geht’s zu einem kurzen Rundgang über die Plaza de Armas oder einem ersten Pisco Sour.


2. Tag
von Lima nach Pisco
Heute können wir noch einmal Ausschlafen, denn erst um die Mittagszeit machen wir uns auf den Weg nach Pisco, der wichtigsten Hafenstadt der Region. Das Städtchen zählt heute ca. 80.000 Einwohner. Die Fahrt führt uns entlang der Pazifikküste; Mutige können also zwischendurch mal baden oder zumindest die Füsse kühlen.



3. Tag
von Pisco über Paracas nach Ica
Frühmorgens fahren wir von Paracas mit dem Boot zu den Ballestas Inseln. Hier leben eine Unmenge von Seevögeln und Robben, die hier ihre Jungen grossziehen. An den Kiesstränden tummeln sich ganze Kolonien von Seelöwen, die einen ohrenbetäubenden Lärm veranstalten. Auch Kormorane und Pinguine sind hier anzutreffen. Nach einem kurzen Abstecher zu den Steinformationen im Paracas Nationalpark erreichen wir die Oase Huacachina, etwa 6 km südwestlich von Ica, eingerahmt von hohen Sanddünen. Hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten: eine Jeepfahrt durch die Sanddünen, Wanderungen, Sandboarding oder ein Bad im See – je nach Lust und Laune.



4. Tag
von Ica nach Nazca und weiter nach Arequipa
heute liegt ein anstrengender Tag vor uns, aber es lohnt sich:
morgens besichtigen wir ein Weingut, in dem noch heute erstklassiger Pisco hergestellt wird. Natürlich können wir diesen hier auch probieren. Die Weiterfahrt nach Süden führt durch das Tal des Rio Grande; hier werden hauptsächlich Orangen angebaut. Nach etwa 140 km erreicht man die Pampa Colorada, eine ausgedörrte Ebene auf ca. 550 m Höhe in der Nähe von Nazca. Kein Mensch würde sich in diese lebensfeindliche Gegend verirren (hier regnet es so gut wie nie ), wären da nicht die höchst seltsamen Linien und Zeichnungen im steinigen Wüstenboden, die den Wissenschaftlern bis heute Rätsel aufgeben : die legendären Nazca-Linien. Sie bedecken eine Fläche von rund 350 km² und sind in ihren enormen Ausmaßen nur aus der Luft zu erkennen. Ein Flug über die Linien ist inklusiv. Natürlich besichtigen wir auch das Maria Reiche Museum. Weiter geht es nach Arequipa, wo wir spät abends ankommen werden.



5. Tag
Arequipa
Rund 1000 km südlich von Lima und etwa 70 km vom Meer entfernt, liegt auf einer Höhe von ca. 2360 Metern Arequipa. Die Spanier hatten im Jahr 1540 die „weiße“ Stadt gegründet, die mit ihren Gebäuden aus weißem Tuffstein (sillar) schon bald zu einer der schönsten Städte im spanischen Kolonialreich erblühte. In Arequipa herrscht ganzjährig angenehmes Klima, was ihr auch den Beinamen der „Stadt des immerwährenden Frühlings“ eintrug. Die Stadt liegt zu Füssen dreier mächtiger Vulkane, dem Misti (5820 m), dem Chachani (6075 m) und den Pichu Pichu (5425 m). Auf unserem Stadtrundgang sehen wir unter anderem Teile der gut erhaltenen Altstadt und das Kloster Santa Catalina, das der Mutterorden der Dominikaner 1580 gründete und aufgrund starker Nachfrage spanischer Familien, die ihre Töchter hier unterbringen wollten, im 17 Jh . auf stattliche 20.000 qm erweiterten. Abends können wir ausgiebig dem Nachtleben Arequipas frönen.



6. Tag
von Arequipa nach Llachon am Titicacasee
mit dem Flugzeug geht es heute nach Juliaca und weiter mit dem Bus nach Llachon , einer Halbinsel am Titicacasee. Er ist mit einer Höhe von ca. 3800 Metern und einer Fläche von über 8200 km² - über 13 mal größer als der Bodensee - der höchstgelegene schiffbare See von solchen Ausmaßen der Erde und der größte See Südamerikas. Aber nicht das macht den Titicacasee aus, sondern die landschaftlichen Eindrücke und die Menschen, die an seinen Ufern leben, werden unvergesslich bleiben. Wir werden hier bei verschiedenen Gastfamilien übernachten, ohne fließendes Wasser, z. T auch ohne Strom.



7. Tag
Llachon
Zeit zum Ausspannen und Erholen. Wir unternehmen eine Bootsfahrt (wenn es das Wetter zulässt), eine Wanderung oder schauen einfach den Einheimischen zu.



8. Tag
von Llachon nach Cuzco
Früh morgens geht es mit dem Boot zu den schwimmenden Inseln der Uros. Ursprünglich waren die künstlich angelegten Inseln vom Volk der Urus (die Seemenschen) besiedelt. Das grüne Schilfgras dient den Menschen bis heute als Lebensgrundlage im wahrsten Sinn des Wortes: der Boden der Inseln besteht aus totora (Binsen), mit Erde vermischt. Nur bei Hochwasser `schwimmen` die Inseln tatsächlich. Auch die Häuser und Boote sind aus diesem Material und müssen immer wieder erneuert werden. Heute leben noch rund 800 Menschen auf den ca. 15 Inseln. Weiter geht es mit dem Bus nach Cuzco.



9. Tag
Cuzco
Wegen seiner Lage in den Anden, der entspannten Atmosphäre und der freundlichen Menschen ist die ehemalige Inka-Hauptstadt für viele Leute die schönste Stadt Perus. Cuzco wurde nach der Eroberung und Zerstörung durch die Spanier auf den alten Inkamauern wieder aufgebaut. Nachmittags machen wir einen Stadtrundgang zu den historischen Plätzen. Oberhalb der Stadt erforschen wir noch die Inkafestung Sacsayhuaman.



10. Tag
freier Tag in Cuzco zum Auspannen oder faulenzen
Wem das zu langweilig ist, für den gibt es mehrere (nicht eingeschlossene) Alternativen, z.B. Mountainbike – oder Rafting Touren oder ein Ausflug in das „heilige Tal“ der Inkas. Das Urubamba Tal zwischen Pisac und Ollantaytambo bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie gewaltige Inka-Ruinen und farbenfrohe Wochenmärkte.



11. Tag
von Cuzco nach Wiñay Wayna (der ‚kurze’ Camino Inca)
Früh fahren wir mit dem Zug in Richtung Machu Picchu bis Kilometer 104. Hier überquert man den Rio Urubamba auf einer Brücke und geht dann am Hang entlang immer bergauf. Nach etwa 3-stündiger, gemütlicher Wanderung erreichen wir die Ruinen von Wiñay Wayna auf ca. 2700 Metern Höhe. Der Weg ist auch für weniger Geübte machbar, der Höhenunterschied beträgt etwa 600 Meter, die Wegbeschaffenheit ist gut. Als Unterkunft dient uns eine einfache Wanderhütte (Massenunterkunft mit kaltem Wasser / Gemeinschaftstoilette). Die Verpflegung ist einfach, aber anständig. Vielleicht gibt’s im Gemeinschaftsraum abends auch noch Disco, aber nicht zu lange, denn wir müssen sehr früh aufstehen.



12. Tag
Machu Picchu und Cuzco
Wir stehen sehr früh auf und wandern im Dunkeln los (ca. 1,5 Stunden) zur Puerto del Sol, dem Sonnentor. Hier haben wir - bei gutem Wetter- einen atemberaubenden Blick über die „Stadt in den Wolken“. Ein lokaler Guide zeigt und erklärt uns die Magie dieser verschwundenen Inka-Stadt. Nachmittags fahren wir von Agua Caliente aus durch das Urubamba-Tal mit dem Zug Richtung Cuzco.



13. Tag
von Cuzco über Puerto Maldonado zur Plattform San Pedro
Sehr früh morgens übernehmen wir Autos (mit Fahrern), die speziell für diese Route ausgerüstet sind. Wir werden sehr schöne Wälder durchqueren, wir sehen typische peruanische Gemeinschaften und besuchen die Prä-Inka Gräber, die Chullpas de Ninamarca. Am Nachmittag erreichen wir Paucartambo, einen typisch kolonialen Ort, der in der Zeit der Inkas sehr wichtig war. Weiter steigen wir bis zum Abra (Passhöhe) de Acjanacu auf 3850 Meter Höhe. Hier beginnt der Abstieg durch den Wald der Wolken, ein Gebiet mit vielfältiger Flora und Fauna. Mit etwas Glück sehen wir hier den mächtigen Jaguar und den Oso de Anteojos (in etwa übersetzt: der Brillenbär). In dieser Region übernachten wir sehr bequem in unserer freien Plattform San Pedro (Pfahlbauten).



14. Tag
von der Plattform San Pedro zur Herberge Erika
Wer möchte, kann sehr früh morgens bequem von der privaten Plattform aus den Tanz des Nationalvogel Perus - Cortejo del Gallito de las Rocas - beobachten. Dieser Vogel hat ein besonders intensives rot/orangenes Gefieder. Nach dem Frühstück nehmen wir unseren privaten Bus und durchqueren den peruanischen Dschungel bis zum Ort Pilcopata und zum Hafen Atalaya am Rand des Flusses Madre de Dios. Weiter geht es mit dem Motorboot, welches uns durch die Absteigung des Flusses führen wird. Auch hier können wir die vielfältige Flora und Fauna, Kaimane, Reiher, Geier und Kormorane besichtigen. Dann erreichen wir unsere Herberge Erika, in der wir die nächsten 2 Nächte verbringen werden. Für den Nachmittag stehen 2 Ausflüge zur Wahl (im Preis inbegriffen)
Option 1 : Abstieg mit dem Fahrrad vom Tambo San Pedro (1700 Meter) nach Pilcopata (700 Meter).
Option 2 : Vom Dorf Pilcopata aus 3 - stündige Kanufahrt (Stufe 2 und 3) durch die tropischen Flüsse zum fantastischen Pongo de Koñeq.



15. Tag
Erika
Erika liegt zwischen La Selva Alta und La Selva Baja (so bezeichnet man die verschiedenen Höhenlagen zwischen 600 und 1550 Metern). Durch diesen Höhenunterschied erklärt sich die unterschiedliche Flora und Fauna dieser Umgebung. Nach dem Frühstück machen wir eine Wanderung mit einem lokalen Guide, der uns die unterschiedlichen Reptilien, Vögel, Insekten und Heilpflanzen erklären wird. Am Nachmittag besuchen wir einen kleinen See, wo wir u.a. Kaimane und Hoatzines (Prähistorische Vögel) beobachten werden. Bevor wir unsere letzte Nacht im Dschungel verbringen, machen wir am Abend noch eine kleine Wanderung. Optional möglich ist auch noch ein einzigartiges Abenteuer:
Wir gehen von Baum zu Baum und von Plattform zu Plattform an einem horizontalen Kabel auf einer Art Schienensystem – man schiebt sich also selbst durch den Dschungel. Erfahrene Guides helfen in jedem Moment dieser aufregenden Erfahrung - vom Verlassen des Bodens bis zum Abstieg aus ca. 30 Metern Höhe.



16. Tag
von Erika nach Cuzco
Nach dem Frühstück machen wir eine kurze Schifffahrt zum Collpa, der Lehmwand des Flusses, wo wir verschiedene Arten von Papageien sehen werden. Die Papageien kommen hier jeden Morgen her, um kleine Lehmstücke zu fressen, die viele Mineralien enthalten. Danach kehren wir mit dem Bus zurück nach Cuzco.



17. Tag
Flug von Cuzco über Lima nach Tarapoto
Erholung ist angesagt. Nach unserer Ankunft in Tarapoto werden wir von unserem lokalen Guide abgeholt und zum Puerto Palmeras Resort gebracht. Nach einem Willkommensdrink haben wir die Möglichkeit, die vielfältigen Freizeitangebote (Biking, Kanu fahren, Wasserski etc) dieser riesigen Anlage (ca. 24 ha. ) voll zu genießen.



18. Tag
Tarapoto
Wir stehen früh auf und fahren auf der Carretera Marginal Sur nach Puerto Lopez. Hier überqueren wir mit unseren Jeeps den Huallaga Fluss auf einer Plattform - ein Super Erlebnis. Während dieser Fahrt erleben wir wieder die Vielfalt von Flora und Fauna des Dschungels. Zahlreiche Arten von Pflanzen und Tieren sind hier zu sehen. Nachdem wir den Linacocha See erreicht haben, machen wir eine kurze Wanderung (ca. 45 Minuten), um das ökologische Reservat Lago Lindo (hübscher See) zu erreichen. Dort werden wir baden oder Kanu fahren können. Für die Rückkehr haben wir eine tolle Wanderung rund um den wohl schönsten See der Region, den Lago Azul, organisiert.
Von dort nehmen wir unsere Jeeps zurück nach Tarapoto.



19. Tag
Die Wasserfälle in Tarapoto
Nach dem Frühstück fahren wir zu den ca. 14 Kilometern entfernten, wohl schönsten Wasserfällen der Region - Ahuzshiyaku - (das müssen Sie nicht aussprechen können!) Spaziergänge hier sind sehr zu empfehlen und vergessen Sie Ihr Badezeug nicht. Den Nachmittag haben wir frei und können noch einmal die vielfältigen Freizeitangebote unseres Resorts nutzen.



20. Tag
von Tarapoto nach Lima
Wir machen noch einen Stadtbummel und abends unser Abschiedsessen.


21. Tag
Lima
Am Abend geht der Flug zurück nach Deutschland. Es bleibt noch Zeit, die letzten Souvenirs einzukaufen.

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