Reisebericht

Mit unserer lustigen Truppe zu Himmelfahrt auf Bornholm

Wir dachten, das Wetter wird mindestens so schlecht wie in Berlin, denkste! Strahlend blauen Himmel hatten wir an allen vier Tagen. Wenn Engel reisen….

Da wir letztes Jahr schon in Sandvik (im Norden der Insel) sehr angetan von der Fahrradinsel waren, beschlossen wir, dies zu wiederholen. Vielleicht wird’s ja zur Tradition, mal sehen…

Diesmal buchten wir ein Haus im Herzen der Insel, im riesigen Wald- und Seengebiet Almindingen bei Akirkeby. Nach nicht einmal 20 km gemütlicher Radeltour kamen wir in unserer Unterkunft - ein niedliches altes Bauerngehöft mit zwei Haupthäusern und einer Scheune - an. Rings herum nur Feld und Wald, der nächste Bauernhof 200 m weit weg. Da wir insgesamt mit neun Mann angereist waren, ging es nun an die Aufteilung der Schlafplätze. Kein Problem bei satt über 100 m² Wohnfläche. Ein Raum schöner als der andere, stilvoll eingerichtet in so einer Art Landhaustil mit einem Hauch Ikea-Optik.

Nach einem feuchtfröhlichen Grillabend zog es uns dann am nächsten Morgen nach Svaneke. Dieses herrliche Örtchen am Meer ist wirklich sehenswert. Am Ortseingang steht das Wahrzeichen die Svanemöle (Windmühle, 1850 erbaut). Schon im 14. Jh. war Svaneke Fischer- und Handelsstadt. Das gesamte Zentrum gleicht einem Freilichtmuseum und steht unter Denkmalschutz. Liebevoll restaurierte Häuser zieren die Straßen. Das alte Kulturgut zu pflegen, haben die Dänen echt drauf. Nicht nur die Glasbläserwerkstatt in Hafennähe und die berühmte Fischräucherei direkt am Meer sind einen Svanekebesuch wert. Auch die knallrote Kirche unweit vom Zentrum ist von Interesse und das Fotomotiv schlechthin.

Auf der superglatten Strecke zwischen Östermarie und Svaneke schnellte mein Tacho bergab wieder einmal auf rekordverdächtige 60 km/h. Ich glaube aber, da geht noch was! Also dann peilen wir schon mal für nächstes Jahr die 70 km/h an! Oder fahren wir doch lieber verhalten, mal sehen.

Vom Verzehr einer großen Eiswaffel mit Krölle-Bölle-Eis ist aus Gründen der danach folgenden Übelkeit strengstens abzuraten. Schön fettig und kremig sind diese riesigen Eisteile. Trotz alledem, auf einen Versuch kommt es an. Viel Spaß beim Schlecken!

Da die Natur in Dänemark immer zwei bis drei Wochen gegenüber Deutschland hinterherhinkt, waren strahlend gelbe Rapsfelder und herrlich blühende Bäume auf jeder Tour unsere Begleiter. Die Strandhäuschen von Boderne im mittleren Süden der Insel sind bei super Himmelfahrtswetter ein echter Hingucker (siehe Fotos). Der Strand in diesem Abschnitt von Bornholm lädt spontan zum Hinlegen ein! Dieses Phänomen des Hinlegens brachte einem Teammitglied von uns den Spitznamen „Die Hinlegerin“ ein.

Jedenfalls setzten wir unsere Fahrt dann nach Dueodde im Südwesten fort. In Dueodde liegt dem Dänemarkreisenden der wahrscheinlich breiteste und feinsandigste Superhammerstrand des ganzen Königreichs zu Füßen. So was Geniales! Dieser lud dann natürlich auch gleich wieder zum Hinlegen ein (siehe Foto). Die riesigen Dünen haben schon fast einen wüstenhaften Charakter.

Am Tag der Abreise war es sehr von Vorteil, zu neunt das Haus endzureinigen. So waren wir wenigstens schnell fertig damit. Denn anschließend wollten wir ja noch nach Nyker zur Nykirke radeln. Da die Leute, die letztes Jahr nicht mit waren, auch noch mal in den Genuss kommen sollten, eine für Bornholm so typische Rundkirche zu sehen. Es heißt ja nicht umsonst: wer auf Bornholm war und keine Rundkirche gesehen hat, der war nicht dort.

Von Nyker nur ca. 10 km entfernt liegt Hasle - ein süßes Hafenstädtchen, dem wir im Vorjahr schon einen Besuch abstatteten. Nicht ohne Grund, denn ich kann es nicht oft genug sagen: die Fischräucherei in Hasle ist wohl die Beste auf ganz Bornholm. Der Räucherfisch ist einfach super lecker! Der weit schweifende Blick über die Ostsee macht den Aufenthalt zum unvergesslichen Erlebnis. Am liebsten wären wir noch alle - glaube ich - eine Woche hiergeblieben (wehleidig). Aber wenn’s am schönsten ist, sollte man ja bekanntlich zurückfahren.

Abschließend wäre wieder einmal zu sagen, dass die Fahrradwege auf Bornholm einfach traumhaft sind und dass man ähnliche Bedingungen hier zu Lande wohl nur auf der Skaterstrecke im Fläming vorfindet.

Fazit des Bornholm-Kurztrips: keine Radpannen, viel gelacht, erlebnisreich, radlerfreundlich, sonnig. Fahrradinsel, Ferieninsel, Sonneninsel - Bornholm wir kommen bald wieder!!!

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