Forscher wollen mit Eisensulfat Ozean "düngen", damit Algen CO2 fressen

Deutsches Forschungsschiff „Polarstern“ will nördlich der Antarktis das Meer „düngen“ um Algenwachstum zu erzeugen, welches CO2 frisst. Vergeblicher Aufschrei in Südafrika.


 

 

Weitere Infos: --->Indo-German ocean fertilization experiment whips up storm of ... --->Ocean fertilization experiment draws fire

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„Aufschrei gegen Schiff, welches den Ozean zu einer Kohlendioxid-Müllhalde machen will“ titelt heute die „Cape Times“ in Kapstadt, Südafrika. Dahinter steckt eine Aktion, welche in Europa kaum wahrgenommen wird, die Gemüter in Südafrika jedoch kochen lässt. Vergeblich.

Die Polarstern ist heute von Kapstadt aus in den südlichen Atlantik gestartet, um eines der umstrittensten Klima-Experimente der Menschheitsgeschichte durchzuführen. Südafrikanische Umweltschutzbehörden versuchten die Ausfahrt zu verhindern. Erfolglos.

 

Hinter der wahnwitzigen Aktion steckt die „wissenschaftliche“ Annahme, dass Plankton CO2 aufnimmt. Die Wissenschaftler wollen nun nördlich der Antarktis, in bisher völlig unberührtem Gewässer, tonnenweise Eisensulfat ins Meer verklappen, um so das Planktonwachstum anzuregen. Das Experiment erstreckt sich auf eine Länge von 300km in bisher völlig unberührtem Gewässer.

 

Festgestellt werden soll dabei, ob die gewünschte Annahme der CO2 Reduktion in der Atmosphäre tatsächlich eintritt – oder nicht. Über die ökologischen Folgen dieses Experiments machen sich die Wissenschaftler dagegen keine Gedanken.

 

Hinter der Aktion steckt ein riesiges wirtschaftliches Interesse. Sollte die CO2 Reduktion durch Planktonwachstum nachgewiesen werden, könnte man dies in den CO2-Handel mit einbeziehen. Dieser CO2-Handel ist mittlerweile ein 100-Milliarden-Dollar Markt. Nach Vorstellung der Wissenschaftler könnten die Meere in Zukunft „gedüngt“ werden, um CO2 zu reduzieren. CO2 Emittenten dürfen dann umso mehr in die Atmosphäre pusten.

 

Diesen Geschäftszweig hat auch das US-Unternehmen Planktos Inc. Für sich entdeckt. Schon 2007 wollte die Firma westlich der Galapagos Inseln Planktonwachstum mit Eisensulfat anregen. Die Aktion scheiterte am Widerstand von Umweltschutzgruppen.

 

Doch die südafrikanischen Umweltschützer sind machtlos. Die Polarstern ist seit heute unterwegs, um das Experiment durchzuführen. Experten befürchten unvorhersehbare Folgen.

 

Die südafrikanische  „Sunday Times“  meldet, dass das ganze Forschungsvorhaben einen Verstoss gegen das Verbot der Meerdüngung darstellt, eine UN Konvention, die ironischerweise unter der Federführung Deutschlands im Mai 2008 abgeschlossen wurde.

Das African Centre for Biosafety in Johannesburg bat deshalb den Umweltminister Südafrikas, Marthinus van Schalkwyk, das Auslaufen des Schiffes zu verhindern. Vergeblich, da die Experimente ausserhalb der Hoheitsgewässer Südafrikas durchgeführt werden sollen.
David Santillo von Greenpeace International bemerkte:

There is a huge danger, we are facing, ... as a global
society we put our faith in something, that is at best
speculative and at worst highly damaging to Oceans
Ecosystems”

Das Deutsche Umweltministerium hatte keine Einwände erhoben, wie NatureNews berichtet.

Selbst wenn dieses Experiment keinen Schaden anrichtet, was keineswegs sicher ist, dann gibt es gleichwohl nur zwei Wege, die CO2 Belastung herunterzufahren, nämlich einerseits den Ausstoss drastisch zu verringern und andererseits der weltweiten Rodung der Regenwälder in Lateinamerika, Afrika und Asien Einhalt zu gebieten. Die Ozeane in ein Algenmeer zu verwandeln dürfte sicher keine Alternative sein.

 

An Bord der Polarstern: 50 Wissenschaftler aus Deutschland, Indien, Italien, Chile, Frankreich und Grossbritannien. Ausserdem: 20 Tonnen Düngemittel. Die sollen in dem vorgesehenen Seegebiet ins Meer gekippt werden. Name der Mission: LOHAFEX. Ziel der Mission: Das Phytoplankton/Algenwachstum anzuregen, um zu sehen, ob dies dann als Fänger für Kohlendioxid aus der Atmosphäre dienen kann.

Weitere Infos: --->Indo-German ocean fertilization experiment whips up storm of ...   --->Ocean fertilization experiment draws fire  

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