Es ist stets der Glaube,

der die Macht erhält, während das Wissen Macht ist.

Deswegen ist Wissen beim Volk nicht erwünscht, sondern lediglich eine bestimmte Art zu glauben.

Deswegen wird diese Art zu glauben durch Propaganda gefördert und gelenkt.

Deswegen besteht die "Heilige Inquisition" in ihrer Form unverändert fort. Lediglich die Qualität hat sich verändert.

Deswegen beruhen 99 Prozent unserer politischen Überzeugungen auf Glauben. Das glaubt man nicht?

Alleine die Sätze "Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch den Menschen gut", "Der Export ist wichtig", "in einer Demokratie herrscht das Volk", "Wir haben ein Generationenproblem".....usw.sind reine Glaubenssätze - und im Übrigen sind sie sprachlogisch betrachtet so sinnlos wie etwa der Satz: "Der Satz,den ich hiermit ausspreche ist falsch" - oder richtig.

Wenn ein Politiker etwa sagt: "Wir müssen den Flüchtlingen helfen", wirft alleine dieser Satz viele Fragen auf:

Wer ist "wir"?; "Weshalb muss dieses "wir" etwas?"; Wie definiert man "Flüchtlinge"? "Was versteht der Mann unter "helfen",und weshalb wird eine andere Art von "Hilfe" nicht als solche anerkannt? (zum Beispiel "vor Ort " helfen, Unterstützung von Kriegen beenden etc.)

Diese Fragen werden nicht im Diskurs erörtert, sondern die Antwort wird im Kontext "untergeschoben" und durch Interesse festgelegt. Wir erfahren dadurch zum Beispiel, dass Flüchtlinge fast durchgehend Menschen sind, die dauerhaft hierbleiben wollen, Deutschland bevorzugen, Sprachkurse und Putzfrauen benötigen und überwiegend männlich sind.

Wer diesbezüglich dann die Chuzpe hat, öffentlich kritische Fragen zu stellen oder mit Polemik reagiert, wird der Heiligen Inquisition unterzogen.