Bild-Zeitung: “Kiffen gegen Ebola?”

StimmtHaltNicht – Fast 10.000 Menschen haben sich bisher in Westafrika mit dem Ebolavirus infiziert. 4877 Todesfälle haben die Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Verlauf der derzeitigen Epidemie gezählt (Stand: 19. Oktober 2014). Und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Eine wirksame Behandlung steht Erkrankten nicht zur Verfügung. Vielleicht berichtet die Bild-Zeitung deshalb über eine skurrile Idee des amerikanischen Arztes David Allen. Die Journalisten fassen seinen Vorschlag so zusammen: “Es klingt wie ein Witz, doch ein US-Forscher glaubt, Marihuana könne im Kampf gegen Ebola helfen. Schon länger ist die Wirkung sogenannter Cannabinoide bei bestimmten Krankheiten bekannt.”

Das klingt nicht nur wie ein Witz, es ist wohl auch einer: Bisher wurden Cannabisbestandteile weder zur Vorbeugung noch zur Behandlung des Ebolafiebers eingesetzt. Zudem verschweigen die Bild-Journalisten, dass David Allen wohl kein unabhängiger Wissenschaftler ist, sondern sich eher als Cannabis-Lobbyist betätigt. Fachveröffentlichungen zum Thema haben wir unter seinem Namen vergeblich gesucht.

Alles:

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