Reisebericht

Nizza (Nice)

Reichlich laut, reichlich hektisch, die italienischen Wurzeln sind halt nicht zu leugnen. Der Name Nizza ist auch nicht etwa eine eingedeutschte Version von Nice sondern der alte, italienische Name.

Am Beginn der touristischen Karriere Nizzas steht der schottische Schriftsteller Tobias George Smollet, der 1763 hierher kam. 1766 wurde sein Werk "Reisen durch Frankreich und Italien" veröffentlicht, in dem er seine Erfahrungen in den düstersten Farben schilderte: die Straßen voller Exkremente, die Menschen faul und schmutzig, die Händler Betrüger, die Ärzte zu teuer.

Aber er schrieb auch über das angenehme Klima Nizzas, wo ihn die Winter an die englischen Sommer erinnerten. Er war begeistert von der Landschaft und der Vegetation - den im Winter grünen Bäumen, den Orangen- und Zitronenbäumen.

Blick zurück ins Jahr 1930 (siehe entsprechendes Fot): Strand und Straßen sind fast menschenleer, auf der "Promenade des Anglais" sieht man weniger Autos als heute auf einer Dorfstraße, Nizza geradezu verschlafen.

Massentourismus wie heute war noch unbekannt und Sonnenbräune galt damals als unfein. Die Reisenden enflohen seinerzeit der Winterkälte in England, Deutschland oder Russland. Niemand wäre damals auf die Idee gekommen im Hochsommer an die Riviera zu reisen.

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