Silvester in Zürich: Frauen von Männer-Gruppen bedrängt

Frauen in Zürich von Männer-Gruppen bedrängt

Über den Jahreswechsel kam es in mehreren deutschen Städten zu Diebstählen und massiven Übergriffen gegenüber Frauen. Jetzt gingen auch bei der Zürcher Polizei mehrere Anzeigen ein.

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Silvesterfeuerwerk in Zürich - am so genannten Silvesterzauber feiern immer mehrere zehntausend Menschern

Begrapscht und bestohlen von einem gierigen Männer-Mob in der Silvesternacht – was man bis jetzt nur aus Köln oder auch Hamburg kennt, hat sich offenbar auch in Zürich zugetragen, wenn auch in weit geringerem Ausmass. Bei der Stadtpolizei Zürich sind bis am Donnerstagmittag ein halbes Dutzend Anzeigen von Frauen eingegangen, die angeben, Ähnliches am sogenannten Silvesterzauber rund um das untere Seebecken erlebt zu haben.

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«Viele dieser Anzeigen gingen zunächst als Diebstahl bei uns ein», sagt eine Polizeisprecherin. «Erst weitere Abklärungen ergaben dann, dass die Frauen auch sexuell belästigt worden sind.» Gemäss der Polizeimitteilung vom Donnerstag wurden die Frauen jeweils von mehreren Männern «mit dunklerer Hautfarbe» bestohlen.

«Über den Kleidern sexuell belästigt»

Dabei hatten es die unbekannten Täter nicht nur auf Handys und Portemonnaies der Frauen abgesehen. Sie seien «über den Kleidern sexuell» belästigt worden, schreibt die Polizei. Laut der Sprecherin waren die Opfer zum Teil in Begleitung unterwegs. Zum Alter der Frauen kann sie keine Angaben machen, «es waren aber sicher einige junge dabei».

Am Silvesterzauber feiern jeweils mehrere 10'000 Menschen – die Polizei verzeichnet auch jedes Jahr Diebstähle. In diesem Jahr waren es insgesamt rund zwei Dutzend – die Hälfte davon betrifft die Frauen. «Wenn Diebe zuschlagen, kommt es in einer solchen Menschenmenge automatisch zu Berührungen und Ablenkungen», so die Sprecherin. Entsprechend könne sie nicht sagen, wie aussergewöhnlich die Fälle der vergangenen Silvesterfeier seien. «Das müssen wir nun alles abklären.»

Aufgrund der Aussagen und Anzeigen, die zum Teil in den letzten 24 Stunden eingingen, schliesst die Polizei nicht aus, dass noch weitere Personen in der Silvesternacht Opfer von gleichgelagerten Straftaten wurden, aber bisher noch keine Anzeige bei der Polizei erstattet haben.

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