Eines muss man den "Indogermanen" lassen:

Überall, wo sie ihre Spuren hinterließen, sind gewaltige, teils beinahe "übermenschliche" Denksysteme entstanden und eine enorme Blüte von Literatur und Kunst. Auf Aussagen und Inhalte der Upanishaden und des Buddhismus muss man erst mal kommen. Das ist eigentlich unglaublich zu dieser Zeit. Auch der von Zarathustra im persischen Hochland gegründete Zoroastrismus (heilige Schrift: Avesta) ist indogermanischen Ursprungs. Gleiches gilt für Platon, dessen Philosophie die Grundlage aller abendländischen Philosophie darstellt.

"Die sicherste allgemeine Charakterisierung der philosophischen Tradition Europas lautet, dass sie aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon besteht." - Alfred North

Das Christentum empfinde ich als eine Art Synthese von neuplatonischen und semitischen Elementen, was einer Eigendynamik entsprach und sicherlich nicht unbedingt im Sinne des Namensgebers war.

Die orientalischen und indogermanischen Mentalitäten befinden sich noch heute in einer Auseinandersetzung. Eine wirkliche Synthese ist nie (kollektiv) geglückt. Lediglich in Einzelpersönlichkeiten.

Das eine nennt sich heutzutage (meist) "links", das andere (meist) "rechts". Manchmal  auch umgekehrt.