PecuniaOlet

Toleranz ist wichtig

für die Herrschenden, damit man zum Beispiel ein Bargeldverbot akzeptiert, Asylanten aus Afrika widerstandslos in seinem Garten campieren oder auf Grabstätten im benachbarten Friedhof chillen lässt , ohne Murren "Christkindl- und Weihnachtsmärkte" in "Winterfeste" umbenannt werden können und der die Kirchenglocken übertönende Ruf des Muezzins ähnliche Glücksgefühle hervorruft wie der Anblick bärtig - bierbauchiger Männer, die sich lüstern öffentlich ihre Zungen gegenseitig in den Rachen stecken.

Toleranz, deutsch "Duldsamkeit", stellt keinen absoluten Wert an sich, sondern einen relativen dar. Muslime verstehen darunter etwas anderes als Skandinavier, der Toleranzbegriff gläubiger Katholiken unterscheidet sich von jenem der Protestanten, und ein orthodoxer Jude kann damit weniger anfangen als sein säkularer Bruder.

Abgesehen davon, dass manche Sprachen gar keinen deckungsgleichen Begriff aufweisen können, ist es in der Regel so, dass unterschiedliche Vorstellungen von Toleranz miteinander kollidieren.

Auch Jesus war nicht unbedingt "tolerant", als er zum Beispiel die Geldwechsler mit einer Gerte schlagend aus dem Vorhof de Tempels jagte oder die hilfesuchende syrophönizische "Heidin" mit den Worten, er sei nur für die Kinder Israels da, zunächst abwies.

Wo fängt die Toleranz an, und wo hört sie auf und wird zum Verrat an der eigenen Familie, am eigenen Volk und an sich selbst. Wo wird sie zu Duckmäuserei, zu Feigheit und serviler Untertänigkeit? Wo macht sie ehr- und rechtlos und gibt den Einzelnen der Lächerlichkeit preis?

Man könnte darüber hunderte von Seiten schreiben, und hätte immer noch nicht alle Aspekte ausgelotet und begründet. Eines aber ist sicher: Eine jakobinische Moral, die den Bürgern seitens der Herrschenden über Medien und Meinungsmache aufoktroyiert wird, ist zum einen keine wirkliche, gelebte, gewachsene und lebendig verwurzelte Moral, sondern lediglich eine künstlich erzwungene, die eher zu Ressentiments beiträgt als sie abzubauen, zum anderen trägt sie stets totalitaristische Züge.

Niemals in der Geschichte haben sich die Herrschenden und die Staaten selbst an ihre dem Volk durch Doktrin oder Staatsreligion aufgezwungene Moral gehalten. Jeder christliche Herrscher gab irgendwann einmal den Befehl zu töten, zu plündern oder gar zu foltern, die Einhaltung sogenannter "Menschenrechte" wird bei Verbündeten mit ganz anderen Augen betrachtet als bei den Gegnern (siehe Saudi Arabien/Russland) und niemals, zu keinem Zeitpunkt, never-ever, am St.Nimmerleinstag wird die Zeit kommen, in der es Staat und Politik um das wirkliche Wohlbefinden des Individuums geht.

Moral, Menschen- und Nächstenliebe und Toleranz waren, sind und werden aus Sicht der tatsächlich Herrschenden stets (Macht)Mittel zum Zweck sein. Das, was man heute gemeinhin "Gutmenschentum" zu nennen pflegt, ist nichts anderes als "Nützliches-Idiotentum" einer zwischenzeitlich dem seelischen Nährboden der Kultur entwachsenen und vom machtlüsternen und alle Werte seinen Zwecken anpassenden Geiste des Geldes gestörten Gesellschaft.