PecuniaOlet

Die Heuchlerin

Gestern schrieb ich an dieser Stelle, dass das Problem der Deutschen keineswegs die Flüchtlinge seien ("Es geht doch nicht um Flüchtlinge"), und auch die Hilfsbereitschaft der Kritiker diesbezüglich wohl viel größer ist, als von den meisten Unken unterstellt.

Nun will ich darauf hinweisen, dass es Merkel nicht um "Menschenliebe" geht. "Menschenliebe" als Vorwand, um eine politische Agenda umzusetzen, ist für mich die schlimmste aller Heucheleien. Weil sie den guten Willen der Menschen schamlos missbraucht.

Wenn "Menschenliebe" das Motiv Angela Merkels wäre, würde sie den Kriegen der Amerikaner und der Nato nicht zustimmen, und keine Atomwaffen in Deutschland stationieren lassen.

Wenn "Menschenliebe" ihre Antriebskraft wäre, würde sie Human Value statt "Shareholder-Value" fördern. Die Zahl der Menschen, die aufgrund von "Shareholder-Value" in Deutschland entlassen wurden, und sich deshalb selbst aus dem Leben entließen, übersteigt die bisherige Zahl der Opfer islamistischer Terroranschläge in Deutschland und Frankreich.

Wenn "Menschenliebe" sie triebe, würde sie dafür Sorge tragen, dass in kalten Wintern nicht regelmäßig Obdachlose erfrieren müssen,weil über längere Zeit kein "warmer Platz" für sie vorgesehen ist.

Wenn Menschenliebe ihr höchster Anspruch wäre, würde sie nicht zusehen, wie schwangere Studentinnen rechtens auf die Straße gesetzt werden, und ihr Studium aufgeben müssen, weil Kinder in Studentenwohnheimen nicht vorgesehen sind.(Das Beispiel stammt von Professor Paul Kirchhoff). Rechtens und gerecht sind häufig zwei Paar Stiefel. Doch in solchen und ähnlichen Fällen würde Merkel etwa sagen: "Das ist Gesetz. So bedauerlich sich dies in Einzelfällen auswirken mag - ich kann es nicht ändern." - Auch nicht aus "Menschenliebe". Das funktioniert nur, wenn eine Lobby es so will! Im Falle der "Flüchtlinge" sind Rechtsbrüche daher absolut kein Problem. Da kommt das Argument der "Menschenliebe" dann wie gerufen.