Axiom Anti-Antizionismus (der "Antideutschen")

Zum Thema Unterwanderung der Linken.

Wer kennt sie nicht, die (teils sehr prominenten und "islamkritischen") Publizisten, die grundsätzlich "Antizionismus" mit "Antisemitismus" gleichsetzen wollen? Konstruktive Kritik des Islam ist durchaus berechtigt. Aber auch an jenen, die ihn gezielt "einsetzen", und sich dann scheinbar wundern, dass er plötzlich so "präsent" ist.


"Um den Vorwurf des Antisemitismus als geeignetes Mittel im Kampf gegen Kriegsgegner anwenden zu können, musste erst ein innerparteilicher „Neusprech“ durchgesetzt werden, bei dem Antisemitismus mit Antizionismus auf eine Stufe gestellt wird. Wobei der Begriff „Antizionismus“ oft nur diffus auf jedwede Gegnerschaft israelischer Regierungspolitik angewendet wird. In einem weiteren Schritt werden dann Antizionismus und Antiimperialismus gleichgesetzt. Somit kann man innerparteiliche Kritiker der von Israel geführten Kriege des Antisemitismus bezichtigen, ohne diesen dezidiert nachweisen zu müssen.

Startschuss zur Durchsetzung dieses „Dreiklangs“ und der Tabuisierung antiimperialistischer Positionen lieferte die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping im Oktober 2006, also nach dem israelischen Krieg gegen Libanon. Um ihre anti-antiimperialistische Argumentation für die Genossen und Genossinnen leichter verdaulich zu machen, grenzte sie sich schon im Titel von den „Antideutschen“ ab: Für einen linken Zugang zum Nahost-Konflikt jenseits von Antizionismus und antideutscher Zuspitzung. (20)"

http://www.hintergrund.de/20100317759/politik/inla...