Der Kategorische Imperativ im Hallenbad

(ein Derivat von Onkel Schaddein)

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde"

„Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“

„Handle nach der Maxime, die sich selbst zugleich zum allgemeinen Gesetze machen kann.“

„Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“

„Handle so, daß der Wille durch seine Maxime sich selbst zugleich als allgemein gesetzgebend betrachten könne.“

„Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetze werden sollte.“

usw.

Okay: Ein "Flüchtling" begrapscht im Hallenbad meine Tochter. Spontan möchte ich ihm ins Gesicht schlagen. Doch halt: Ich denke an den Kategorischen Imperativ.

Könnte ich wollen, dass das ins Gesicht-Schlagen-Wollen aufgrund des Begrapschens zum Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung werden könnte? Und könnte das auch der Flüchtling wollen?

Doch halt: Könnte diese Maxime meiner Handlung auch zum allgemeinen Naturgesetz werden? Und was würde der Flüchtling und seine Flüchtlingskollegen wohl davon halten? Die gehören ja schließlich auch zur Allgemeimheit.

Doch halt: Könnte dieser Wille durch seine Maxime sich selbst zugleich als allgemein gesetzgebend betrachten? Und was sagt wohl die Allgemeinheit dazu? Oder gar die Gutmenschen als gesonderte Allgemeinheit?

Doch halt: Oh - jetzt hat der Flüchtling noch ein anderes Mädchen begrapscht. Der Vater überlegt gerade, was er tun soll. Zu spät: Das Weite gesucht!