Reisebericht

Madrid - Tinto, Tapas, lange Nächte

Vino tinto und Tapas haben wir ausreichend genossen, die Nächte waren aber eher der nordeuropäischen Gewohnheit entsprechend. Eine Ausgelassenheit der Madrilenen, wie ich sie bei meinem ersten Besuch, der über zehn Jahre zurückliegt, erlebt habe, war aus verständlichen Gründen nicht festzustellen.

Reiseefahrung Madrid

Am frühen Morgen des 25. März fahren wir, Hartmut, Horst, Rolf und ich, mit dem Auto nach Münster und fliegen von dort mit Air Berlin nach Palma de Mallorca und kurze Zeit später weiter nach Madrid.

Eine preiswerte Unterkunft hatten wir bereits im zentral gelegenen „Hotel Cliper“ reserviert. Im Flughafen entscheiden wir uns für die Metro und nach zweimaligem Umsteigen sind wir am Ziel. Doch dann der erste Schock: Rolf wurde in der U-Bahn bestohlen, sein Schlüsselbund und einige Geldscheine sind weg. Er meint, einige verdächtige Jugendliche seien die Übeltäter, sieht aber von einer Anzeige ab, da er sich eh keinen Erfolg davon verspricht.

Nach kurzer Erholungspause machen wir uns auf den Weg. Es ist recht sonnig, viele Menschen sitzen vor den Bars und Restaurants und lassen sich von der Frühlingssonne bescheinen, wir schließen uns an und gönnen uns an der Puerta del Sol erst mal ein paar Gläser Bier oder Wein.
Jetzt sind wir im absoluten Zentrum der Stadt. Zwei Fußgängerzonen beginnen hier. Auf einer Seite ist das Wahrzeichen Madrids, der Bronzebär am Erdbeerbaum aus dem Stadtwappen, zu bestaunen. In der Mitte des Platzes zieht das Reiterstandbild des Bourbonenkönigs Karl III. die Blicke auf sich.

Durch einen überwölbten Zugang betreten wir den größten Platz Madrids, die Plaza Mayor. Früher fanden hier Stierkämpfe, Seligsprechungen, aber auch Verbrennungen statt, heute ist er ein beliebter Treffpunkt. Bars, Restaurants und Cafes laden zum Verweilen ein. Rock-Konzerte werden hier aufgeführt, in der Mitte überragt das Reiterstandbild von Philipp III. alle Passanten. Auf einer Seite ist ein großes Ausstellungszelt aufgebaut.

Beeindruckt bin ich wieder von den Feinkost- und Schinkenläden mit so schönen Namen wie Museo de Jamon oder Casa de Jamon. Aber nicht nur in diesen Geschäften, auch in den Lokalen, den Tapas-Bars, hängen gewaltige Schinken von der Decke.

Wir gönnen uns eine mehrstündige Pause und genießen die Gastfreundschaft der Spanier. Bei Bier und Rotwein, meistens wird Rioja ausgeschenkt, erholen wir uns von den Strapazen. Zu jeder Getränkebestellung werden Tapas, kleine Köstlichkeiten, gereicht. Mal sind es eingelegte Pilze, dann Kartoffeln in Mayonnaise, Sardellen oder Tomaten auf Toast.

Unser nächster Spaziergang führt uns zur Plaza de España. Wir gehen die Gran Via entlang, auf beiden Seiten schöne verzierte Häuser mit interessanten Stuckornamenten. Üppige Fassaden und schmiedeeiserne Balkone geben diesen Gebäuden ihren besonderen Reiz. Alle Kinos der Stadt scheinen sich hier angesiedelt zu haben.

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