Der Koran und das Alte Testament

enthalten wohl ungefähr im gleichen Umfang "Frieden". Nicht unbedingt quantitativ, aber qualitativ.

Das Alte Testament enthält Anweisungen zur Ausrottung bestimmter Völker und zur Belagerung von Städten. Einseitig den Koran zu verdammen, ist also keineswegs angebracht.

Allerdings verfügt das Alte Testament auch über literarisch hochwertige und anspruchsvolle "Teile" poetischer Tiefe , z.Bsp Buch Koholet, Hiob, die allerdings teils bereits von griechischer Philosophie und griechischem/östlichem Denken beeinflusst sind .

Auch der Gott des Neuen Testaments entspricht nicht mehr dem eifernden Jahwe, sondern eher neuplatonistischen Vorstellungen des "Einen" und seiner Emanationen (vor allem die Theologie). (Der Gott der Muslime hingegen hat wieder mehr mit dem ursprünglichen und zornigen "Jahwe" gemein.)

Jesus sprach sein Volk an - nicht die Welt. Auch die Nächstenliebe und die Aufforderung zu Schuldenerlass existiert bereits im AT. Allerdings nur gegenüber Angehörigen des eigenen Volkes.

Hat die Bibel irgend etwas mit "Menschenrechten" zu tun? Eindeutig nein! Man hat sich innerhalb seines Umfeldes entsprechend zu verhalten. Und man soll die "Feinde" innerhalb seines eigenen Volkes lieben, und nicht die Widersacher dieses Volkes. Man soll sich seinen Feinden nicht hingeben und sein Volk opfern.

Hätte Jesus die Sklaverei bei den Römern verdammt, und aufgefordert, alle Sklaven freizulassen? Die Todesstrafe abzuschaffen? Oder war ihm das Schicksal der Römer egal?

 Ging es ihm nicht eher um die Befreiung seines Volkes aus den ausbeuterischen Krallen eines Imperiums?