Die Wurzeln des Antideutschen

entspringen rabenschwarzem, völlig irrationalem Rassismus.

Es gibt ihn nämlich nicht: Den Deutschen. Er ist eine Fiktion genauso wie "der Jude", der Schwede, der Amerikaner, der Italiener, der Zigeuner, "der Nescher an sisch".... - der "Durchschnittsdeutsche"

Ich übergehe mal den geistigen Sondermüll, den Churchill, Hooton, Kaufmann, Roosevelt und Konsorten über Deutschland und "die Deutschen" abgesondert hatten, und wende mich der deutschen Gegenwart zu:

Wie sieht er denn aus, "der Deutsche"? 

Meint ihr die Scharen älterer Herren in engen Radlerhosen, die mit Wampe und wuchtig-wichtigen Helmen regelmäßig hier vorbeifahren?

Den Nachbarn, dessen wichtigstes Problem die zu wenig beschnittenen Hecken der anderen sind?

Boris Becker?

Karl Valentin?

Sepp Maier?

Die Kastelruther Spatzen? (oh Gott- sind ja gar nicht deutsch, sondern richtig exotische Italiener-Brego!)

Richard Wagner? (kommt schon eher hin, oder?)

Siegfried und Roy?

Die Geissens?

Guido Maria Kretschmer?

Sachsen Paule?

Eher Ringelnatz oder eher Goethe?

Eher Hoecker oder eher Schopenhauer?

Meint Ihr jetzt eher den Friesen, den Bayern oder den Westfalen oder doch den Schwaben, der nach Berlin gezogen ist und dort fundamental gehasst wird?

Ab wann wird man denn so ein Nazi-Deutscher? Ab 12, ab 16 - oder beginnt das bereits in der Wiege oder im Bauch?

Wahrscheinlich in den dunklen sächsischen Wäldern, in denen Wodan immer noch in den Rauhnächten seine Wilde Jagd abhält und man des Nachts Jungfrauen dem Moor opfert und Runen auf die Oberfläche zu besprechender Warzen tätowiert.