Neues Elektrogesetz: 90 Prozent der Deutschen würden kostenlose Rücknahme nutzen



• 4 von 10 haben noch nicht von der künftigen Rücknahmepflicht gehört – aber 60 Prozent würden entsprechende Angebote des Online-Handels nutzen
• 7 Prozent der Bundesbürger nutzen derzeit freiwillige Rücknahme-Angebote des Handels
• Über die Hälfte der Kritiker verkauft ihre gebrauchten Elektrogeräte lieber weiter

Amsterdam, 12. Oktober 2015. Damit Elektroschrott zukünftig seltener auf dem Hausmüll landet, wird die Entsorgung bald zur Händlersache: Dank des in diesem Jahr beschlossenen Elektrogesetzes können Verbraucher ab 2016 kleine Elektrogeräte – wie etwa Toaster oder Handys – bei Händlern mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 m2 kostenfrei und ohne Vorlage eines Kaufbelegs zurückgeben. Großer Elektroschrott muss beim Kauf eines gleichwertigen Neugeräts zurückgenommen werden. Die Rücknahmeregelung gilt auch für den Online-Handel.
Obwohl die Umsetzung der EU-Richtlinie die fachgerechte Altgerätentsorgung deutlich vereinfacht, haben 39 Prozent der Deutschen noch nicht von den neuen Rückgabemöglichkeiten gehört. Das ergab eine repräsentative Studie von deals.com (http://www.deals.com), der Suchmaschine für digitales Sparen. Bisherige freiwillige Rücknahmeangebote seitens einiger Händler werden aktuell nur von sieben Prozent der Bundesbürger zwischen 18 und 64 Jahren genutzt – weniger als die Hälfte davon schickt ihre ausgediente Technik an Online-Händler zurück (43 Prozent).

Rücknahmepflicht als Beitrag zum Umweltschutz und zur eigenen Entlastung

Doch eine verstärkte Aufklärungsarbeit seitens der Gesetzesbefürworter könnte sich lohnen, denn das Interesse der Deutschen an dem Angebot ist groß: Ganze 90 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, die vereinfachte Rückgabeoption zu nutzen – sechs von zehn (60 Prozent) würden ihre alten Elektro-Apparate auch direkt an Online-Händler schicken.
Bei den Argumenten für die Entsorgung durch die Händler halten sich für die Deutschen pragmatische und ökologische Gründe die Waage: 85 Prozent würden diese Möglichkeit nutzen, weil sie so die ausrangierten Geräte nicht selber entsorgen müssten. Genauso viele sehen darin einen aktiven Beitrag für den Umweltschutz. Das Angebot trifft aber auch auf Ablehnung: Etwa drei Vierteln der Kritiker ist der Weg zum Ladengeschäft schlichtweg zu umständlich – genauso wie für 80 Prozent der Rückversand zum Online-Shop. Über die Hälfte der Gegner (54 Prozent) leistet ihren Beitrag zur Wiederverwertung, indem sie ihren wertvollen Elektroschrott offline oder online weiterverkaufen, um aus ihm noch ein wenig Profit zu schlagen.

„Das neue Elektrogesetz kann eine Win-Win-Situation für alle Marktakteure kreieren: Verbraucher schätzen die unkomplizierte Rückgabe, Umweltschützer die fachgerechte Entsorgung und Ressourcenschonung – und Händlern bietet ein reibungsloser Rücknahmeprozess zudem die Chance, durch Servicequalität und Kundenorientierung bei den Verbrauchern zu punkten und Kaufanreize zu schaffen“, so Karina Spronk, Leiterin Partner Management bei deals.com. „Online-Händler sollten daher die Rückgabe so einfach wie möglich gestalten, beispielsweise indem sie – insbesondere bei höherer Stückzahl oder bei größeren Geräten – einen Abholdienst anbieten oder in Kooperation mit Offline-Partnern Annahmestellen einrichten.“

Zur Studie:
Die repräsentative Studie wurde von deals.com in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos im Mai 2015 umgesetzt. An der Befragung nahmen 1.020 deutschsprachige Verbraucher im Alter von 18 bis 64 Jahren teil. Die detaillierten Ergebnissen sind zu finden unter: http://www.deals.com/umfragen/elektrogesetz