Streamingportale: Aktuelle Rechtssprechung

Millionen User schauen sich Streamingportale an. Sind sie deshalb kriminell? Kann man dabei erwischt werden? Die Gerichte wollen jetzt angeblich hart durchgreifen: Schon das bloße Anschauen von Filmen bei movie4k, kinox.to oder video2k ist demnach stafbar. User müssen mit Strafverfolgung rechnen.


User illegaler Film-Plattformen wie kino.to müssen künftig mit Strafverfolgung rechnen. Wie das Nachrichtenmagazin FOCUS meldet, stellte das Amtsgericht Leipzig in seinem Urteil gegen einen Betreiber des kriminellen Netzwerkes kino.to fest, dass auch das so genannte Streaming „dem Grunde nach“ einen Verstoß gegen das Urheberrecht darstellt.

User von Raubkopie-Seiten, die beim Streaming einen Film teilweise auf dem eigenen Rechner zwischenspeichern, müssen also künftig mit Strafverfolgung rechnen. Bisher galt die Frage noch als juristische Grauzone. Praktisch dürfte die Verfolgung wegen der Masse der Fälle allerdings schwierig sein. Der in Leipzig verurteilte Ex-Mitbetreiber von kino.to hatte durch die Urheberrechtsverstöße über 300.000 Euro Reingewinn erzielt. Dafür erhielt er drei Jahre und fünf Monate Haft.