Klimawandel als Waffe des Geistes?

Das Goldene Zeitalter:

"Goldenes Zeitalter (altgriechisch χρύσεον γένος chrýseon génos „Goldenes Geschlecht“, lateinisch aurea aetas oderaurea saecula „Goldenes Zeitalter“) ist ein Begriff aus der antiken Mythologie. Er bezeichnet die als Idealzustand betrachtete friedliche Urphase der Menschheit vor der Entstehung der Zivilisation.

Dem griechischen – später von den Römern übernommenen – Mythos zufolge waren die sozialen Verhältnisse damals ideal und die Menschen hervorragend in ihre natürliche Umwelt eingebettet. Kriege, Verbrechen und Laster waren unbekannt, die bescheidenen Lebensbedürfnisse wurden von der Natur erfüllt. Im Verlauf der folgenden, nach Metallen von absteigender Qualität benannten Zeitalter trat jedoch ein zunehmender moralischer Verfall ein, Macht- und Besitzgier kamen auf und verstärkten sich und die Lebensbedingungen verschlechterten sich drastisch." Wikipedia

Dieser Mythos, den es in vielen Kulturen in ähnlicher Form gibt, ist sicherlich nicht nur als Sehnsucht zu deuten, sondern enthält einen Kern Wahrheit, bzw entspricht im Kern einer Art Urerfahrung.

Der Anstoß zur Vertreibung aus dem mütterlichen Paradies (der Ur- und eigentlichen, unverfälschten Matrix) waren wohl Klimawandel und einsetzende Dürreperioden, welche Gruppen von Menschen dazu veranlassten, den Tieren in fruchtbarere Regionen zu folgen, und sie später durch (effizientere) Zucht zu unterwerfen. Dies entsprach nicht nur einem bisher nicht dagewesenen Eingriff in die Natur (als "Macher", "Gestalter"), der letzten Endes vom Animismus (Natur wird als beseelt, lebendig, "gleichberechtigt" und wesenhaft betrachtet) zum patrizentrisch organisierten Monotheismus führte, sondern zog auch entscheidende Veränderungen der sozialen Strukturen wie die Entstehung der Klassengesellschaften und den Beginn von organisierten Kriegen und Beutezügen nach sich. Mehr Vieh, "mehr" Überleben, mehr Macht und Ansehen. Das Männliche rückte in den Vordergrund und ins Machtzentrum, denn der stärkere, robustere, listigere,aggressivere und vorausdenkendere Hirte, Viehzüchter und Krieger hatte auch die Gunst eines Gottes eher auf seiner Seite. Es war klar, dass Gott wenig später dann nicht mehr einer unter vielen, der Natur immanenten, chthonischen Gottheiten sein konnte, sondern ein Herrscher über Natur und Mensch, der eifersüchtig darüber wachte, wie die Hirten über ihre Schafe und Rinder wachten. Es entstand der alttestamentarische "Willenswüterich", wie ihn Ludwig Klages in "Der Geist als Widersacher der Seele" nennt, der "Ich bin", der als ewiges geistiges Sein dem Werden der Natur und den zeitlichen Mächten des Schicksals entgegen gestellt wurde und nach Unterwerfung und Allmacht trachtete. Im antiken Griechenland und in Indien verloren die Götter allmählich an Macht und wurden zunehmend zu Allegorien bestimmter moralischer Eigenschaften oder mussten sich "höheren" Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien (princeps=Fürst=Herr=Gott?) unterwerfen (Logos, Dharma..etc.). All dies entsprach einer Entseelung der Wirklichkeit, einer strikten Trennung von Subjekt und Objekt, einer Hinwendung zum Geistigen, und war damit eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen unserer heutigen technisierten, maschinenhaften Welt, die einerseits vom menschlichen Denken geschaffen wurde, andererseits ihn aber zum Sklaven seiner Schöpfung machte und ihn zunehmend selbst "mechanisierte".

Wir sind uns heute unserer Entfremdung lediglich häufig nicht bewusst, weil wir nichts anderes kennen und in sie hinein geboren und erzogen wurden.

Im Grunde sind wir mit der Dynamik heutiger Entwicklungen und der rasenden Globalisierung völlig überfordert. Man begrüsst sie euphorisch als Höhepunkt des Fortschritts und der menschlichen Entwicklung, Kritiker und Skeptiker werden als reaktionär oder rückschrittlich bezeichnet.

Ich bin davon überzeugt, dass der "Wüterich", dessen absoluter Machtanspruch in der Öde der Wüste und der Kargheit und Trockenheit der Steppen geboren wurde, und der sich "unbefleckt" fortpflanzte in der Anbetung "höherer Sachen" wie Staat, Pflicht, (Moral)Gesetz und "Uni-Form", so lange keine Ruhe gibt, bis er selbst eine "neue" und vermeintlich bessere Erde, einen "neuen Menschen" in einer neuen, von ihm bestimmten, alleine beherrschten, kontrollierten und von der Natur und Mutter unabhängigen Ordnung "alchemistisch" geschaffen hat.

Alchemistisch bedeutet auch, er muss die Alte Ordnung vorher völlig zerstören. Woran man arbeitet, Ordo ab Chao.

Eine furchtbare Rache des Geistes für ein wenig Trockenheit und Klimawandel in ferner Vorzeit. Die Natur ist seither in seinen Augen nicht vollkommen und muss erneuert werden. Das "Weib" abgeschafft.

Wir fördern das übrigens mit Steuergeldern. Und arbeiten dafür.