Während meiner Schulzeit

11.Klasse,versuchten mich zwei Lehrer stets zu "disziplinieren" und anzupassen (dabei war ich doch Deutscher!).

Einer der Lehrkräfte hieß "Hack", die andere "Friedmann".

Ich hatte in diesem Schuljahr durchgehend gute Zensuren - die schlechtesten Leistungen waren Zweien - weigerte mich aber im Unterricht mitzuschreiben, da es mich einerseits langweilte und ich es andererseits nicht für nötig erachtete.

Da sagte die eine Lehrkraft gegen Ende des Schuljahres: "Nächste Woche sammle ich die Ordner zur Kontrolle ein. Auch Du musst ihn abgeben!"

Ich hatte keinen Ordner (das wusste sie auch) und antwortete: "Können Sie mir einen vernünftigen Grund nennen, weshalb ich trotz ganzjähriger guter Leistungen unbedingt einen brauche?! Das sind doch Kindereien!"

"Du machst hier keine Ausnahme, Basta!", erhielt ich als Antwort - und kopierte daher von einer Klassenkameradin alle Seiten, kaufte mir einen Ordner und gab ihn am nächsten Tag ab.

"Ich bestehe darauf, dass du das alles selbst und handschriftlich nachschreibst!", herrschte sie mich an, als sie den Ordner während der Abgabe durchblätterte - und gab ihn mir umgehend wieder zurück.

"Das werde ich sicherlich nicht tun!", sagte ich, "denn das ist reine Schikane und sonst nichts!"

Es gab ein Kräftemessen und Machtspielchen, ich wurde schließlich zum Schulleiter beordert und sollte mich rechtfertigen.

Dem Schulleiter sagte ich dasselbe. Ich bekam einen Verweis mit der Aufforderung, den Ordner bis spätestens in der Folgewoche abzugeben.

Ich gab ihn nicht ab, nicht nur weil ich mindestens eine Woche gebraucht hätte, um alle Seiten handschriftlich abzuschreiben,sondern weil es mir in erster Linie ums Prinzip ging.

In der Folge verließ ich die Schule extremst genervt und wütend - und meldete mich umgehend freiwillig bei der Bundeswehr als Fallschirmjäger. Da ich erst siebzehn war und mir meine Eltern die Unterschrift verweigerten, wurde jedoch nichts draus. Danach wollte ich abhauen und zur Fremdenlegion. Der ältere Bruder eines Freundes, der bereits einschlägige Erfahrungen in der Fremdenlegion gesammelt hatte, riet mir jedoch auf so drastische Weise davon ab, dass ich es ließ. Er war dort angeblich misshandelt worden und hatte große Probleme gehabt, vorzeitig wieder rauszukommen.

Das Abitur holte ich erst Jahre später nach, als ich bereits ausgezogen war und mit eigenem Einkommen einen eigenen Haushalt gegründet hatte. Schriftliche Unterlagen führte ich allerdings auch dann nicht. Das hatte aber keinen mehr gestört. Ich war ja zwischenzeitlich schließlich "erwachsen".