Jung konnte eben den Patriarchen in sich nicht verleugnen

Sie haben nicht "Gott getötet", sondern lediglich abstrahiert und alles Archaische und Bildhafte abgezogen.

Die sogenannte "Blonde Bestie" hat nie existiert. Außer vielleicht Tausende von Jahren vor der Ethnogenese sogenannter "Germanen". Als indoeuropäischer, blonder Invasor und Zerstörer matrizentrischer Strukturen möglicherweise.

Das, was wir heute unter "Germanentum" verstehen, hatte noch viele matrizentrische Elemente und weibliche Gottheiten.

Erst in neuerer Zeit erwacht die wirkliche "Bestie".

Aber die ist "supranational".

«Das Christentum zerteilte den germanischen Barbaren in seine untere und obere Hälfte, und so gelang es ihm – nämlich durch Verdrängung der dunklen Seite – die helle Seite zu domestizieren und für die Kultur geschickt zu machen. Die untere Hälfte aber harrt der Erlösung einer zweiten Domestikation. Bis dahin bleibt sie assoziiert mit den Resten der Vorzeit, mit dem kollektiven Unbewußten, was eine eigentümliche und steigende Belebung des kollektiven Unbewußten bedeuten muß. Je eher die unbedingte Autorität der christlichen Weltanschauung sich verliert, desto vernehmlicher wird sich die "blonde Bestie" in ihrem unterirdischen Gefängnis umdrehen und uns mit einem Ausbruch mit verheerenden Folgen bedrohen», was als «eine psychologische Revolution beim Einzelnen», wie auch als «soziales Phänomen auftreten» könne. Im Gegensatz dazu bestehe «dieses Problem für den Juden nicht. Er hat schon die antike Kultur und hat obendrein noch die Kultur seines Wirtsvolkes erworben. Er besitzt zwei Kulturen, so paradox das auch klingen mag. Er ist domestiziert in höherem Maße, aber in arger Verlegenheit um jenes Etwas im Menschen, das die Erde berührt, das der germanische Mensch in gefährlicher Konzentration in sich birgt.»“

– C. G. Jung Über das Unbewusste (1918).