German Startups Group: Begleitendes Statement zur Verschiebung des Börsengangs

Gründer und CEO Christoph Gerlinger kommentiert dies wie folgt:

„Natürlich sind wir nach langer, intensiver Vorbereitung sehr enttäuscht, dass wir heute die Entscheidung treffen mussten, unseren geplanten Börsengang zu verschieben. In den vergangenen Wochen haben bereits diverse Unternehmen ihre IPO-Pläne verändert oder auf Eis gelegt. Unsere Banken und wir waren bis vor kurzem davon überzeugt, uns angesichts unseres davon unbeeinflussten operativen Geschäfts gegen das äußerst schwierige Marktumfeld stemmen zu können. Leider hat sich gezeigt, dass diese Einschätzung offenbar zu optimistisch war. Wie das Feedback von Investoren zeigte, hatte es Auswirkungen auf die Nachfrage, dass neben der Griechenland-Krise in den Zeitraum der seit Mitte Juni 2015 laufenden Gespräche mit Investoren auch ein dramatischer Kurssturz an den Börsen in China fiel sowie der Kursrückgang eines vom Kapitalmarkt trotz aller unserer Einschätzung nach bestehender struktureller Unterschiede als vergleichbar wahrgenommenen deutschen Unternehmens aus der Startup-Szene.

Eine weitere Verlängerung der Angebotsfrist kam aufgrund der beginnenden Urlaubszeit nicht mehr in Frage. Angesichts unseres erfolgreichen Geschäftsmodells waren wir auch nicht bereit, nur wegen eines ungünstigen Timings Abstriche beim Volumen oder dem Angebotspreis der Aktien zu machen. Wir haben also keine Möglichkeit mehr gesehen, die Gesellschaft vor der allgemeinen Sommerpause zu einem angemessenen Kurs an die Börse zu bringen und die erwünschte Überzeichnung, also einen Nachfrageüberhang, zu erzielen. Damit bleiben die Möglichkeiten für Kapitalmarktteilnehmer aus unserer Sicht bis auf weiteres sehr limitiert, an dem Wirken deutscher Startups zu partizipieren.

Wir werden das Kapitalmarktumfeld genau beobachten, um unsere Pläne unter geeigneten Umständen auch flexibel und kurzfristig wieder aufzunehmen. Die Zwischenzeit werden wir für das eigentlich wichtige nutzen, nämlich um das operative Geschäft weiter voranzutreiben. Das gibt uns zeitlich auch Gelegenheit, den Quartalsabschluss für das zweite Quartal 2015 aufzustellen und dessen voraussichtlich erwartetet guten Geschäftsverlauf in den Wertpapierprospekt aufzunehmen.“