Reisebericht

Bahamas: Zwischen Haien und Delphinen

Die Bahamas liegen zwischen Florida und Kuba im Atlantik. Die Inseln, die vom Weltall aus wie an einer Perlenkette aufgereiht erscheinen, erstrecken sich insgesamt über 1.200 Kilometer von Nord nach Süd. Insgesamt umfassen die Bahamas über 1.000 Inseln und Inselchen, die größtenteils unbewohnt sind. Nur auf 30 Inseln gibt es Ansiedlungen, 15 sind touristisch erschlossen.

Allgemeines

Zentrum des Tourismus ist New Providence, mit 35 Kilometern Länge und 12 Kilometern Breite eine der kleineren Inseln der Bahamas. Auf New Providence liegt die Hauptstadt Nassau, die Hauptstadt des Inselstaates. Alte Forts und Häuser, teilweise noch im Kolonialstil erbaut, erinnern noch an die britische Regierungszeit. Bei Nassau liegt ein großräumiger Naturhafen. Er ermöglichte die Besiedlung und diente im 18. Jahrhundert als idealer Unterschlupf für Piraten.

Heute leben auf New Providence 171.500 Menschen. Das sind immerhin 60 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist der Tourismus. In Nassau gehen täglich mehrere große Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Die Touristen bleiben meist zwar nur ein bis zwei Tage, doch die Altstadt profitiert enorm von deren Kaufkraft.

Weitaus wichtiger sind Gäste, die aus den Vereinigten Staaten kommen. Auf New Providence und auf Grand Bahama gibt es jeweils einen internationalen Flughafen, auf denen in der Hochsaison Stunde für Stunde etliche amerikanische Jets landen. Die Touristen steigen meist in den großen Hotelanlagen ab, die in ihrer Dimension zum Teil an Las Vegas erinnern. New Providence und Grand Bahama sind inzwischen so etwas wie ein amerikanisches Mallorca geworden. Etliche Baustellen zeigen, dass die Fremdenverkehrsbranche weiter wächst.

Grand Bahama ist mit 1.372 Quadratkilometern die viertgrößte Insel der Bahamas und hat 41.000 Einwohner. Die Insel wurde erst 1929 wieder besiedelt. Heute gibt es hier zahlreiche Touristenresorts, Golfplätze, Yachthäfen und natürlich - wie auch auf New Providence - ein Spielcasino. Die Insel ist relativ flach, die Vegetation eher spärlich. Dafür laden hier, anders als im quirligen New Providence, kilometerlange einsame Traumstrände zum Baden ein.


Touristische Einrichtungen gibt es weiterhin auf Inseln wie Andros, Bimini, Cat Island und Eleuthera. Sie sind für Gäste, die Ruhe und Natur suchen, genau das Richtige. Denn außer einer schönen Tropenkulisse und schönen Stränden gibt es hier vor allem die Möglichkeit, einen einsamen Inselurlaub zu verbringen.

Mit den Bahamas verbindet man vor allem Wassersport. Tatsächlich gibt es hier zahlreiche Verleiher von Booten und Segelyachten aller Größen. Um auf eigene Faust einmal für ein oder zwei Wochen ins Blaue zu Segeln, sind die Bahamas tatsächlich bestens geeignet. Eine Küste ist immer in ausreichender Nähe, ein Hafen wird bei plötzlich einsetzendem schlechten Wetter schnell erreicht. Auch Sportfischer kommen hier auf ihre Kosten, denn die Gewässer gelten als sehr fischreich.


Interessant sind die Bahamas auch für Taucher. Für gute Sicht unter Wasser sorgt der Golfstrom, der südlich von Florida seinen Ursprung hat. Das Wasser wird von der Sonne aufgeheizt und von den Passatwinden nach Norden getrieben. Der Golfstrom wirkt wie ein Zaun, der die Bahamas vor Floridas Regen und Flussabläufen schützt. Die Folgen sind meist gutes Wetter, klare Sicht unter Wasser und Korallenriffe in gutem Zustand.

Neben dem Golfstrom sorgt der Bahamasgraben für gute Tauchbedingungen. Es handelt sich hier um einen Tiefseegraben, der schon vor der Küste Hunderte von Metern ins Meer abfällt. Ablagerungen verschwinden dadurch in der Tiefe des Ozeans, es gibt Meeresströmungen und - für Taucher ebenfalls wichtig - etliche Steilwände, an denen man entlang tauchen kann.

Korallenriffe, klares Wasser und Fischreichtum - diese Voraussetzungen brachten einen starken Ausbau des Tauchtourismus mit sich. Auf allen für den Tourismus erschlossenen Basen gibt es eine oder gleich mehrere Tauchbasen. Die Ausrüstung entspricht internationalem Standard, die meisten Gäste kommen aus Amerika. Wem Tagestouren nicht reichen, kann sich auch auf Safaribooten einchecken, die mehrere Tage durch die Inselwelt kreuzen.

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