Wir Verschwörungstheoretiker sind ja meist Menschen -

das muss man ja ganz offen zugeben -, die mit dem eigenen Leben nicht zurecht kommen und ihr gesellschaftliches Versagen auf andere oder das "System" schieben.

Schuld hat man ja nie selbst, sondern schuld sind immer die widrigen Umstände, in die man geboren wurde oder die bösen Mitläufer, Pflichterfüller, Bonzen, Zionisten, Politiker, Freimaurer, das Schuldgeldsystem, die EU, der Ami.........usw.

Lediglich deshalb, weil wir nicht in der Lage sind oder nicht in der Lage sein wollen, unsere eigenen Pflichten für die Bankster, äh, All-Gemeinheit zu erfüllen.

Die Deutschen sind da - wie immer - besonders gründlich und jammern auch noch über angebliche Ausbeutung, Sippenhaft, Lügenpresse, ja, sie kommen sogar noch auf die Idee, ihre Schuld an den Weltkriegen oder Schlimmeres infrage zu stellen. Geschichtsrevisionismus in seiner perfidesten und niederträchtigsten Form. Re-Vision ("nochmals nachschauen, prüfen") ist schließlich nur bei Firmen erlaubt. Geschichte ist fixiert, wo kämen wir da hin?

Und warum tun sie das? Weil es ihnen nicht gut genug geht?

Das sollte man doch bei einer Durchschnitts-Barschaft von gut 60 000 Euro aus gutem Grund bezweifeln dürfen, oder?

Weil Migranten bevorzugt behandelt werden? Primitivster Sozialneid! Unterste Schublade.

Wegen angeblicher "Umvolkung" und "Islamisierung"? Ach Gottchen. Nach Jahrzehnten des gepflegten Egoismus, zelebrierter Kinderlosigkeit und Hedonismus, will man plötzlich wieder ein "Volksbewusstsein" entdeckt haben? 

Kurz nachdem man sich noch über die "ungerechtfertigt hohen Renten" für die Neubürger aus dem Osten aufgeregt hatte, die "ja niemals einbezahlt hatten"? Erbärmlich!

Und den Islam ließ man Jahrzehnte lang gewähren, seine vom Ausland finanzierten Strukturen aufbauen (DITIB, Millî Görüş...., dem Sultan stellte man Stadien zur Verfügung, seine hiesigen Untertanen "einzuschwören".....usw.)

Ständig wählte man CDU. Und plötzlich will man sein "christliches Erbe" wiederentdeckt haben?

Ganz ehrlich: Wenn ein Kopf und eine Religion zusammenstoßen, und es klingt hohl - liegt es dann allemal an der Religion?

Wir Verschwörungstheoretiker wollen eben (wie Hitler) im Grunde keiner sogenannten "geregelten Arbeit" nachgehen, weil uns das "Geregelte" in dieser Gesellschaft ankotzt wie sonst nichts. Wir wollen uns selber regeln.

Im Grunde sind wir "Künstlertypen", die nichts mit sich anzufangen wissen, außer sich mit dem Dasein und seinen Erscheinungen selbst zu beschäftigen. Früher wären wir wahrscheinlich Schamanen gewesen.

Wäre Thomas Mann nicht reich geboren, hätte er nicht noch reicher geheiratet, hätte er sich nicht ausschließlich mit seinem Schreiben beschäftigen können - und das noch sehr erfolgreich und virtuos - er wäre als verdammter Verschwörungstheoretiker oder als Schlimmeres, viel Schlimmeres geendet.