Aktion gegen drohende Hinrichtung von den 69 Jährigen Mohammad Asghar

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Diesen Fall habe ich schon mal geschildert aber ich möchte gerne nochmal über Herrn Mohammad Asghar berichten (Text von Amnesty):

Der 69-jährige Ladenbesitzer Mohammad Asghar wurde 2010 festgenommen und auf Grundlage der Blasphemiegesetze zum Tode verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, sich in Briefen als Prophet ausgegeben zu haben. Seine Rechtsbeistände machen geltend, dass Mohammad Asghar nie nachgewiesen wurde, dass er die Briefe tatsächliche verschickt hatte bzw. überhaupt verschicken wollte. Mohammad Asghar befindet sich weiterhin im Adiala-Gefängnis in Rawalpindi. Ihm wird dort die angemessene medizinische Versorgung verweigert. Der körperliche und seelische Gesundheitszustand von Mohammad Asghar ist stark angeschlagen, und seine AnwältInnen versuchen bei den Behörden die Genehmigung zu erwirken, ihn von einem Psychiater untersuchen zu lassen, so dass er angemessene medizinische Versorgung erhält. Mohammad Asghar hatte im Jahr 2000 einen Schlaganfall erlitten, und später diagnostizierte ein Arzt für Psychiatrie in Schottland bei ihm eine paranoide Schizophrenie. Zudem hatte er in der Vergangenheit mit Wahnvorstellungen zu kämpfen. Nach seiner Inhaftierung im Jahr 2010 unternahm Mohammad Asghar einen Selbstmordversuch. Er hat bei der Abteilung Rawalpindi des Hohen Gerichts von Lahore Rechtsmittel gegen sein Todesurteil eingelegt. Seine Rechtsbeistände befürchten, dass die Rechtsmittel erst in fünf Jahren gehört werden könnten.

Einige Formen der Blasphemie sind nach pakistanischem Recht mit dem Tod zu bestrafen. Die Todesstrafe darf laut Völkerrecht jedoch nur für "schwerste Verbrechen" verhängt werden, zu welchen der Straftatbestand der Blasphemie nicht zählt. Internationalen Standards zufolge darf die Todesstrafe außerdem nicht gegen psychisch kranke Personen verhängt werden.

Eine Online Petition Aktion gegen die drohende Hinrichtung gibt es auf Change.org:

http://www.change.org/en-GB/petitions/rt-hon-david...

Die ganze Geschichte mit E-mailaktion (wo auch Adressen aufgelistet sind, wo man selbst Apelle schreiben kann) ist auf der Amnesty-Seite zu lesen:

http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-023-2014-1/...

Patrick Steinhuber - Ortenburg - Deutschland