PecuniaOlet

Rassismus ist kein bundesweites Phänomen, Herr Schuster!

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Ich selbst habe in meinen nun bald 50 Jahren Lebenserfahrung in meinem persönlichen Umfeld keinen einzigen Fall von echtem Rassismus erlebt. Rassistische und antisemitische Äußerungen im Ausland, vornehmlich in den USA, sind mir hingegen vergleichsweise häufig begegnet.

Rassismus kenne ich in Deutschland seltsamerweise nur aus den Medien.

Wenn man von Rassismus redet, sollte man ihn auch definieren und von Äußerungen reiner Frustration abgrenzen. Was ist denn Rassismus? Herr Schuster hat eine Dissertation zur "Sterblichkeit jüdischer und nichtjüdischer Säuglinge" geschrieben. Es gibt Menschen in Deutschland, die würden, ohne die Dissertation zu kennen, dies bereits als rassistisch oder tendenziell rassistisch bezeichnen, weil man einen Unterschied zwischen jüdischen und nichtjüdischen Säuglingen anspricht.

Rassismus ist eine Ideologie, der gemäß Unterschiede zwischen Menschen und Völkern aus biologistischer Sichtweise beurteilt werden und der insbesondere genetische Merkmale als Basis dienen.

Ich glaube, man muss schon sehr lange suchen, bis man in Deutschland jemanden findet, welcher der Überzeugung ist, dass ein sogenannter "Bio-Deutscher" (was immer das auch ist) irgendwelche genetisch bedingten Vorteile geistiger oder körperlicher Art gegenüber einem Deutschen aufweist, dessen Großeltern aus Russland eingewandert sind und dessen Mutter türkischer Herkunft ist - und Ähnliches.

Völker waren -von "isolierten" Ausnahmen abgesehen- schon immer (genetisch betrachtet) "Mischwesen", die aber einen gewissen "consensus" bezüglich Werten und Weltanschauung aufwiesen, der in wechselhaften Schicksalsgemeinschaften seinen Ursprung hatte. Es gibt hier genügend Türken, Iraner und andere (die meisten Europäer ohnehin), von denen wir sagen können: Das sind welche von uns!

Jedem Volk ist es von Vorteil, wenn ein gewisser Anteil von Menschen anderer Wertegemeinschaften gelegentlich zuwandern, fruchtbare Impulse geben, und eine gewisse Art von Erstarrung verhindern. Die alten Griechen waren stark vom Orient beeinflusst und auch entlang des Rheins dürfte es einige Deutsche mit arabischen Vorfahren geben, die davon keine Kenntnis haben. Die Gesinnung dieser Völker und der Grundton ihrer Werte, werden dadurch jedoch nicht entscheidend verändert, sondern bleiben in ihren wesentlichen Zügen erhalten. Das ändert sich jedoch dann, wenn Angehörige anderer Völker, Kultur und Gesinnung in einem Maße zuwandern, das die gewachsene Wertegemeinschaft der Einheimischen bedroht, ganz gleich welcher Herkunft diese Einheimischen ursprünglich auch waren. In diesem Falle ist es möglich, dass etwas entsteht, das man mit Rassismus verwechseln kann. Denn ich glaube kaum, dass beispielsweise die Rechtfertigung von Ehrenmord irgend jemand genetischen Ursachen, wie beispielsweise der Hautfarbe, zurechnet.

Ist es auch Rassismus, wenn ein Mensch ganz unbewusst seinen Partner so wählt, dass sich die Immunsysteme beider Partner in optimaler Weise ergänzen? Wäre es Rassismus, wenn ein Volk seine Einwanderer (sofern sie in Massen kommen) so "wählt", dass sich möglichst keine Reibungen bezüglich gänzlich unvereinbarer Werte ergeben? Und ist es Rassismus, wenn die Auswirkungen solcher "Reibungen" sich dann im frustrierten Verhalten einiger Einheimischer zeigen, wenn dies nicht erfolgt? Davon abgesehen - sind das überhaupt immer (zivile) Einheimische? Stichwort NSU.

Ich bin Deutscher und mir keiner Schuld bewusst, außer jener, mich gegen das gegenwärtige System nicht genügend zur Wehr gesetzt zu haben.