Reisebericht

Mit Aeroflot nach Tokio...

Wer im Juli nicht mehr als 600 Euro für einen Flug nach Tokio hinblättern kann, ist bei den meisten Fluggesellschaften fehlt am Platz - schließlich ist das ja die japanische Hauptreisezeit, und Japaner planen Ihrern Flug ja sicherlich nicht zwei Wochen vorher so wie wir!

Am Moskauer Flughafen

Zum Glück gibt es da noch Aeroflot...: Montag, 0.30h von Wien ab, 5h in Moskau an, Ablug nach Tokio (Narita) um 21h mit Ankunft am Dienstag um 10h morgens...

Die Reise startete angenehm, doch der Moskauer Flughafen scheint noch eine kommunistische Enklave zu sein.
Um fünf Uhr morgens ist man denn dort auch noch nicht auf Transfer-Passagiere ausgerichtet, denn erst ein zufällig vorbeikommender Passagier öffnete uns eine fest verriegelte Glastür (von der anderen Seite...), um in den Transfer-Bereich zu kommen. Nach dieser Aufregung wollten wir dann erstmal einen Kaffee einnehmen, doch im Cafe in der ersten Etage kam kein Kellner an den Tisch, sondern lediglich ein winziger Spatz, der aus den Krumen unserer Vorgänger sein Frühstück herauspickte.
Also beschlossen wir, uns erstmal die Boarding-Karten für den Flug nach Tokio ausstellen zu lassen. Auf die Frage, wo wir dies denn machen könnten, wusste ein Flughafenangestellter, der uns zufällig entgegen kam, auch keine rechte Antwort: Breitbeinig stellte er sich mit verschränkten Armen vor uns auf uns meinte mit KGB-Akzent: "Excuse me - I am bisi, I am bisi." Und ging weiter.
Im Türrahmen einer Bürotür erbarmte man sich dann allerdings unser und nahm uns sämtliche Tickets ab. Die seien dann später, so in 12 Stunden ungefähr, abzuholen, ließ man uns aus der Tür verlauten.

Da wir noch immer nicht gefrühstückt hatten, gingen wir in ein anderes Cafe. Auch hier bemühte man sich nicht, uns zu bedienen. Schließlich ging es dann aber doch, und wir konnten uns sogar ab und zu mal ein Glas Eiswürfel holen, um diese mit unserem mitbegrachten Red Bull und feinstem Smirnoff aus der 3-Liter-Flasche (20 Euro) zu übergießen. So ließ es sich dann doch recht gut 12 Stunden in diesem Cafe aushalten.
Gegen fünf Uhr nachmittag machte ich mich dann mit unseren Pässen auf, die Boarding Cards abzuholen. Am Schalter wies man mich zunächst schroff ab: "No No" (die russiche Standartantwort), "Cuban only. No ticket, no boarding pass. Cuban only". Nach einigen Versuchen, unsere Boarding Cards durch gutes Zureden zu bekommen, gab ich auf und deutete auf die bereits auf dem Schreibtisch liegendenden Tickets von uns... Und wie durch ein Wunder, ging es dann auf einmal ganz schnell: "Window or Aisle?"
Da es dann nach einigen weiteren Getränken im Cafe an der Zeit war, ins Flugzeug einzusteigen, bequemten wir uns durch die laxe Sicherheitskontrolle und warteten vor dem Flugsteig auf unsere Boeing 767. Doch die kam nicht, denn die Maschine war kaputt. Nach weiterem Warten und langem Anstehen bekamen wir dann ein paar Essensgutscheine, die wir im Irish Pub versoffen, und schließlich ging es dann nach 4 weiteren Stunden weiter nach Tokio.
Im Anschluss ein paar Bilder...c

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