Metro, Deutsche Bahn und andere Großkonzerne wollen Schadensersatz von Mastercard

Metro, Deutsche Bahn und andere Großkonzerne wollen Schadensersatz von Mastercard

Klage in London / Grundlage ist ein EU-Entscheid aus dem Jahr 2007 / Interbanken-Gebühren waren offenbar zu hoch

Sechs internationale Großunternehmen haben die amerikanische Kreditkartengesellschaft Mastercard auf Schadensersatz verklagt. Wie das manager magazin in seiner kommenden Ausgabe (Erscheinungstermin: 24. Januar) berichtet, geht es dabei um eine Regressforderung in mittlerer bis dreistelliger Millionenhöhe.

Das spanische Modeimperium Inditex, der britische Online-Modehändler Asos, die US-Autovermieter Hertz und Auto Europe sowie der Cash-&-Carry-Spezialist Metro und die Deutsche Bahn haben dem Magazin zufolge bereits Ende 2012 vor dem High Court in London eine entsprechende Klage eingereicht.

Die Firmen machen geltend, dass Mastercard zwischen 1992 und 2007 offenbar zu hohe Gebühren von ihnen verlangte, wenn ihre Kunden mit Kredit- oder Debitkarten zahlten. Dabei berufen sie sich auf einen Entscheid der EU-Kommission aus dem Jahr 2007. Danach sollen die Gebühren gegen das EU-Wettbewerbsrecht verstoßen haben. Mastercard passte die Interbanken-Entgelte daraufhin an.

Gegenwärtig schwankt die Interbanken-Gebühr von Land zu Land. In Deutschland liegt sie derzeit bei 1,8 Prozent der Kaufsumme. Die EU-Kommission will sie europaweit auf 0,3 Prozent begrenzen.