Reisebericht

Eiger - Eigernordwand / Triumpf und Tod vieler Bergsteiger

Viele Bergsteiger ließen am Eiger ihr Leben. Der Eiger ist ein 3970 m/M. hoher Gipfel in den Berner Alpen. Eiger, Mönch und Jungfrau bilden eine sehr eindrucksvolle Berggruppe mitten in Berner Oberland, touristisch gut erschlossen.

Eigernordwand

Der Eiger im Porträt (von Peter Schmid)

Der Eiger ist mit 3970 Meter über Meer als der niedrigste Gipfel des berühmten Dreigestirns Eiger, Mönch (4099 Meter) und Jungfrau (4158 Meter) im Berner Oberland vorgestellt: «Auf seinem Gipfel berühren sich die Gemeinden Lauterbrunnen und Grindelwald.» Der Eiger bestehe aus Sedimentgestein (Kalk), einzig von Süden her stösst kristallines Gestein bis zum nördlichen Eigerjoch vor. Pflanzen und Tiere seien vorwiegend am Nordfuss des Eigers anzutreffen. Im Sommer weide das Vieh der Grindelwalder Bauern an den Nordhängen des Eigerfusses, in der «Boneren» würden Schafe den Sommer verbringen. Verschiedentlich taucht der Eiger auch in der Sagenwelt auf, heisst es im weiteren. Am bekanntesten sei die Geschichte vom «Challigroosi», wie der Südwind beziehungsweise «Föhn» hier umschrieben werde, «der als gefürchteter Sturmwind mit verheerenden Böen zuweilen hinter dem Eiger hervorschiesst oder über den Mittellegigrat herabfällt». An der Ostegg existiere überdies ein markantes Felsentor, das «Martinsloch». Es sei der Sage nach entstanden, als der Riese Martin mit Urkräften Eiger und Mettenberg auseinanderschob, damit dem Gletscher einen besseren Durchgang verschaffte und den Blick auf die imposante Fiescherwand eröffnete: «Bei seinem Kraftakt hinterliess er am Mettenberg den Abdruck seines Hinterteils, den Martinsdruck, und stiess mit seinem Stock das besagte Martinsloch in den Eiger.»

Der Name des Eigers werde urkundlich bereits im Jahr 1252 erwähnt: «Der Eiger ist damit der erste Hochgipfel der Schweizer Alpen überhaupt, der nachweisbar einen Namen trug.» Es gebe verschiedene Deutungen für den Namen Eiger: Das Wort «Eiger» sei verwandt mit dem lateinischen Ausdruck «acer» und dem griechischen «akros», was «scharf» oder «spitz» heisse. Eine frühere Schreibweise «Heiger» lasse die Überlegung zu, ob diese Bezeichnung nicht aus den Mundartausdrücken «dr hej Ger» entstanden sein könnte: «Der Ger war der Wurfspiess der Germanen, eine scharfe, spitze Waffe.» Von Osten, von der Grossen Scheidegg her gesehen, erscheint der Eiger einer Speerspitze durchaus ähnlich. Am Eiger befinden nach Angaben des Fernsehens zwei Bergsteigerunterkünfte – beide im Besitz des Bergführervereins Grindelwald: Die Mittellegihütte (3355 Meter über Meer), erbaut im Jahr 1924, gestiftet durch den Japaner Yuko Maki, und die Ostegghütte (etwa 2350 Meter über Meer), erbaut im Jahr 1998 als bleibende Erinnerung an das hundertjährige Bestehen des Bergführervereins Grindelwald. Am Fusse der Nordwand stelle der «Eiger-Trail» eine Attraktion für den Wanderer dar (Eigergletscher–Alpiglen).

Die Erstbesteigung des Eigergipfels gelang laut SF-Online-Porträt den Grindelwalder Bergführern Christian Almer und Peter Bohren zusammen mit ihrem irischen Gast Charles Barrington am 11. August 1858, also während dem «Goldenen Zeitalter des Bergsteigens», das 1865 mit der Erstbesteigung des Matterhorns zu Ende ging. Die Erstdurchsteigung der 1800 Meter hohen Eiger-Nordwand sei erst im Jahr 1938 gelungen: «Am 21. Juli 1938 brachen zwei Deutsche und zwei Österreicher auf. In der Wand schlossen sich die beiden Seilschaften zusammen und hatten Erfolg: Am 24. Juli standen Anderl Heckmair, Heinrich Harrer, Fritz Kasparek und Ludwig Vörg auf dem Gipfel.»

Rettungsaktionen in der Eiger-Nordwand (Auswahl)

Die früheren aufwendigen Rettungsaktionen mit Stahlseilgerät haben laut SF online ab den siebziger Jahren weitgehend den Rettungen mit dem Helikopter Platz gemacht. Seit dem Jahr 1935 seien in der Eiger-Nordwand rund 50 Bergsteiger ums Leben gekommen.

Juli 1936: Erfolgloser Rettungsversuch für den Deutschen Toni Kurz (ab Stollenausgang).

August 1957: Erfolgreiche Rettungsaktion für den Italiener Claudio Corti (mit Stahlseil ab Gipfel).

Juli 1959: Bergung der Leiche des Italieners Stefano Longhi, der zwei Jahre zuvor mit Corti in der Nordwand stecken geblieben war.

Januar 1970: Erste Winterrettung eines Japaners aus den Ausstiegsrissen (mit Stahlseil ab Gipfel, Personen- und Materialtransport mit dem Helikopter auf den Gipfel).

September 1971: Erste Direktrettung mit Helikopter aus der Eiger-Nordwand In der Folge wurden Helikopterrettungen aus der Eiger-Nordwand fast zur Selbstverständlichkeit – wenigstens aus der Sicht der Zuschauer ...

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