Israelsolidarische Kundgebung heute, 15:45, Kanzleramt (Moltkebrücke)

Die "Palästinensische Gemeinde Deutschland e.V." ruft heute zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Solidaritätskundgebung mit der Intifada im besetzten Palästina" auf.

Wir, eine Aktivist*innengruppe aus Berlin, sehen in dieser Veranstaltung eine Verherrlichung von Terrorangriffen auf die jüdische Bevölkerung in Israel und einen unverhohlenen Aufruf zur Gewalt und zur Vernichtung des einzigen jüdischen Staates Israel - dies zeigt sich auch deutlich in der Mobilisierung der Veranstalter.

Um die Hetze nicht unwidersprochen zu lassen haben wir eine Gegenveranstaltung "Solidarität mit Israel - Terror entgegentreten und benennen!" ins Leben gerufen. Diese beginnt um 15:45 Uhr am Fuß der Moltkebrücke/Willy-Brandt-Straße.

Wir bitten freundlich um Berücksichtigung in Ihrer Berichterstattung. Anbei finden sie den Aufruf zu unserer Kundgebung sowie einen Link zu der Mobilisierungsveranstaltung unserer Seite auf Facebook.


Hier der Aufruf:

Seit vor zwei Wochen ein jüdisches Ehepaar in der Nähe der Siedlung 'Itamar' vor den Augen ihrer Kinder ermordert wurde, erreichen uns jeden Tag fast stündlich neue Meldungen von Angriffen auf Israelis durch palästinensische Terrorist*innen. Am Dienstag kamen bei zwei fast zeitgleichen Terroranschlägen drei Israelis ums Leben, insgesamt starben seit Rosh Hashana, dem jüdischen Neujahr Mitte September, acht Israelis in Folge dieses Terrors.

Am Freitag ruft die sogenannte "Palästinensische Gemeinde Deutschland e.V (PGD)" nun zu einer Solidaritätskundgebung für die Täter*innen dieser Terroranschläge auf.

Sie solidarisieren sich mit antisemitischen Mörder*innen und betreiben in ihrem Aufruf eine Täter*innen-Opfer-Umkehr erster Klasse: sie demonstrieren gegen einen angeblichen "israelischen Staatsterror" und verhöhnen damit die eigentlichen Terroropfer.

Gleichzeitig fantasieren sie sich ein "besetztes Palästina" herbei, und wollen die Situation mit dem Ruf nach einer "dritten Intifada" weiter eskalieren. Die jüngsten Terroranschläge fanden größtenteils auf israelischem Gebiet statt. Hier zeigt sich das entlarvende, antisemitische Gedankengut dieser weit verbreiteten Ausprägung der Palästinasolidarität. Ihr Ziel ist keine Zwei-Staaten-Lösung, es geht nicht um einen Staat Palästina oder eine angebliche Unterdrückung des "palästinensischen Volks": es geht einzig und allein um die Vernichtung des einzigen jüdischen Staats Israel.

Um diesem Aufruf zum Vernichtungsantisemitismus entgegen zu treten, wird am Freitag ab 15:45 Uhr eine Gegenkundgebung vor dem Kanzleramt stattfinden.

Gemeinsam gegen jeden Antisemitismus - Solidarität mit Israel!